Tägliche Andachten

Licht für deinen Tag – Tägliche Andachten

7. April 2020 – Bibeltext: 1.Mose 22,1-14

Die Namen Gottes: Jahwe-Jireh – der Herr, mein Versorger

Ein bisschen Hintergrundinformation zu diesem Text ist sehr wichtig:  Abraham hatte in 1.Mose 12,1-3 die Verheißung vom Herrn bekommen, dass Gott seinen Nachkommen groß machen würde.  Er hatte lange auf einen Sohn gewartet, und Isaak wurde endlich geboren, als Abraham 100 und Sara 90 Jahre alt waren.  Der Sohn der Verheißung, durch den alles von Gott kommen sollte, war endlich da.  Dann hört Abraham Gottes Anweisung, seinen Sohn zu opfern (V. 2).  Es heißt schon in V. 1, dass der Herr Abraham geprüft hat.  Wie sollen wir das verstehen?

In V. 1-3 sehen wir Abrahams Glaubensprüfung.  Gott prüft uns, nicht um uns zur Sünde zu verleiten, sondern um unseren Glauben zu stärken.  Eine Versuchung kann das Schlimmste hervorbringen – nämlich Sünde.  Gott „verleitet auch niemanden zur Sünde“ (Jak. 1,13).  Aber eine Prüfung kann das Beste hervorbringen – nämlich Wachstum im Glauben und geistliche Reife.

Abraham hatte mehrere Prüfungen in seinem Leben, genauso wie es bei uns ist.  Manche hat er gut bestanden, manche nicht.  Aber hier ist er tadellos in seinem Gehorsam, als die größte und schwerste Prüfung seines Lebens kommt.  Echte Anbetung bedeutet, nichts von Gott zurückzuhalten!  Ob es um unseren Besitz, unser Kind, unseren Beruf oder unsere Gesundheit geht.  Gottes Ziel hier war nicht die Aufopferung des Kindes, sondern eine geistliche Hingabe von Abraham. 

In V. 4-9 sehen wir Abrahams Vertrauen in Gott.  Vertrauen gehorcht Gottes Wort und hält nichts von Ihm zurück.  Vertrauen wartet auf dem Herrn, alles zu versorgen, was man braucht und dieser Glaube wird nicht enttäuscht werden.  Aber die Versorgung Gottes sieht man erst, wenn man Ihm vertraut hat und Ihm alles gegeben hat.  Achten wir auf V. 5, wo Abraham sagt: „Wir werden zurückkommen.“  Vom Neuen Testament her wissen wir mehr, um diesen Text besser verstehen zu können.  In Heb. 11,17-19 heißt es, dass Abraham damit gerechnet hat, dass Gott Isaak wieder zum Leben erwecken konnte, wenn er gestorben war.  Abraham wusste wohl nicht genau wie, aber Er rechnete damit, dass der Herr ihm seinen Sohn wieder lebendig machen könnte, wenn es nötig wäre.  Er vertraute Gott – wohl mit zitternden Händen und Herzrasen und Schweißausbruch.

In V. 10-14 sehen wir Gottes Eingreifen.  In V. 12 wird klar, was in den Augen Gottes wichtig ist – nämlich die Herzenseinstellung von Abraham – und von dir!  Gott wollte nicht, dass Isaak sterben müsste, Er wollte das Herz von Abraham.  Dann in V. 13 gibt es einen Widder, der sich in diesem Moment an diesem Ort ganz „zufälligerweise“ mit den Hörnern in einem Busch verfangen hatte.  Abraham nahm ihn und opferte ihn anstelle seines Sohnes als Brandopfer.  Dann kommt der Name Gottes „Jahwe-Jireh“ auf Hebräisch, was hier bedeutet:  „Der HERR sieht und wird versorgen.“  

Einige Gedanken hier zu diesem Ereignis:  (1) Wo versorgt Gott Abraham? An dem Ort, den Gott ihm bestimmt hat.  (2)  Wann hat Gott gehandelt?  Nicht zu früh und nicht zu spät, sondern genau in dem Moment, in dem es nötig war.  (3)  Wie hat Er Abraham versorgt?  Hier, wie es wohl meistens im Leben ist, eher durch ganz natürliche Ereignisse, die Gott souverän organisiert!  (4) Wen versorgt Gott?  Die, die Ihm vertrauen.  (5)  Warum handelt Er so?  Zu Seiner Ehre in unserem Leben.

Es gibt 2 Szenarien hier:  (1)  Isaak war ein junger Mann, war aber alt genug, um das Holz zu tragen.  Er kämpft nicht gegen seinen Vater, sondern vertraut ihm und Gott.  Hier ist ein Bild von dem Herrn Jesus, der dem himmlischen Vater vertraut hat und nichts getan hat, um sich zu befreien.  Er trug unsere Sünde auf das Holz des Kreuzes (1.Pet. 2,24).  Dann kommt ein Paradigmenwechsel – d.h. eine Veränderung in dem Bild.  (2)  Der Widder wird anstelle des Isaaks geopfert.  Hier ist Isaak ein Bild von uns und der Widder ist ein Bild von Jesus.  Das Messer trifft Jesus an unserer Stelle. 

Die Lektion ist hier nicht, dass wir uns mit Abraham vergleichen – „O, so was könnte ich nicht!“ –  sondern zu sehen, dass Gott ihn mit dem Opfer versorgt hat.  Durch Jesus in unserem Leben haben wir die Kraft, die wir für alle Prüfungen nötig haben, wenn wir Ihm vertrauen.  Der Herr ist unser Versorger, Jahwe-Jireh.  Vertraust du Ihm in deinem Leben?  Er wird dich nicht enttäuschen!

Gottes Segen wünsche ich dir!

Rod

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