Tägliche Andachten

Licht für deinen Tag – Tägliche Andachten

17. April 2020 – Die Bedeutung der Auferstehung (5): Sonntag ist nicht der Sabbat!

Guten Morgen liebe Gemeinde!

Heute betrachten wir ein Thema, das manchmal nicht gut von Christen verstanden wird – nämlich die Bedeutung und die Unterscheidung von dem Sonntag im Neuen Testament und dem Sabbat im Alten Testament. Dazu brauchen wir ein bisschen Hintergrundinformation.

In dem Schöpfungsbericht heißt es: „Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig, weil es der Tag war, an dem er sich von seiner Schöpfungsarbeit ausruhte.“ (1.Mose 2,3)  Aber es gibt keinen Hinweis auf ein Gebot vom Herrn im Wort Gottes, dass die Menschen den Sabbat einhalten sollten, bis Israel aus Ägypten ausgezogen war. Das Wort des Herrn an Mose war:  „Er ist ein ewiges Zeichen zwischen mir und den Kindern Israels; denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht; aber am siebten Tag ruhte er und erquickte sich“ (2.Mo. 31,17).  Der Sabbat war ein Zeichen zwischen Jahwe und Israel und er wurde nie unter den Heidenvölkern eingeführt. 

Nach der Auferstehung Jesu gibt es keinen Beleg dafür im Neuen Testament, dass die Gläubigen den Sabbat eingehalten haben. Sicherlich haben viele Juden-Christen das getan, aber es gibt keinen Hinweis dafür in dem biblischen Text.  Es gibt weiterhin keine Vorschrift, wonach Juden, Nichtjuden oder Christen dazu angehalten werden, den Sabbat zu befolgen, und in den Listen der Sünden finden wir die Missachtung des Sabbats nicht. Im Neuen Testament finden wir keine Erwähnung davon, dass der Sabbat ein Teil des Lebens und des Dienstes eines Gläubigen sein sollte.  Von daher ist es nicht korrekt zu behaupten, dass der Sonntag der neue Sabbat oder der „christliche Sabbat“ ist. 

An der Stelle des Sabbats im Gesetz Mose haben wir den ersten Tag der Woche als Tag der neuen Schöpfung in Christus.  „Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden“ (2.Kor. 5,17). Der Sabbat wurde vom Herrn eingeführt, um die alte Schöpfung zu feiern. Der „Tag des Herrn“, d.h., der erste Tag der Woche feiert die neue Schöpfung durch den auferstandenen Christus, der am ersten Tag der Woche auferstanden ist. Genauso wie der Sabbat eine beschränkte Anwendung auf Israel als das irdische Volk Gottes hatte, der erste Tag der Woche hat eine besondere Bedeutung für die Gemeinde Jesu als das himmlische Volk Gottes.   

Diese Frage gehört zur Thematik, die Jesus in den Evangelien angesprochen hat, als Er gefragt wurde, warum Seine Jünger nicht gefastet haben, wie die Jünger des Johannes und die Pharisäer. Er antwortete:  „Niemand aber setzt einen Lappen von neuem Tuch auf ein altes Kleid, denn der Flicken reißt von dem Kleid, und der Riss wird schlimmer. Man füllt auch nicht neuen Wein in alte Schläuche, sonst zerreißen die Schläuche, und der Wein wird verschüttet, und die Schläuche verderben; sondern man füllt neuen Wein in neue Schläuche, so bleiben beide miteinander erhalten.“ (Mt. 9,16-17)  Jesus hat etwas Neues begonnen und der Glaube an Ihn ist nicht einfach eine Fortsetzung des Gesetzes des Alten Testaments in dem alten Bund und man kann es nicht einfach mit dem Alten mischen. Es geht um eine neue Geburt, um einen neuen Bund, um „eine neue Schöpfung“ in Christus.  „Das Alte ist vergangen.  Neues ist geworden“ (2.Kor. 5,17).

Es geht nicht um äußerliche Taten und Werke, sondern um ein Herz der Hingabe an Jesus, damit Er Sein Leben in uns leben kann.  Durch Ihn werden wir eine neue Schöpfung.  „Nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir“ (Gal. 2,20).  ER ist unser Leben und dann erfüllen wir das Gesetz, indem wir den Herrn und unseren Nächsten lieben.

Gottes Segen wünsche ich euch heute in diesem neuen Leben in Christus!

Rod

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