Tägliche Andachten

Licht für deinen Tag – Tägliche Andachten

27. April 2020 – Thema:  Die Ansteckungsgefahr der Unversöhnlichkeit

Bibeltext:  Heb. 12,14-15 „Jagt dem Frieden mit allen nach und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn schauen wird; und achtet darauf, dass nicht jemand an der Gnade Gottes Mangel leide, dass nicht irgendeine Wurzel der Bitterkeit aufsprosse und euch zur Last werde und durch sie viele verunreinigt werden.“

Guten Morgen liebe Gemeinde,

eine neue Woche beginnt, und wir sind gespannt zu hören, inwiefern diese Woche die Lebensbedingungen bei uns in Deutschland geändert werden.  Wie immer das sein wird, setzen wir heute morgen unsere Miniserie in den letzten Kapiteln des Hebräerbriefes fort.

Heute betrachten wir den Text oben, in dem es um Unversöhnlichkeit und Bitterkeit geht. Damit haben wir alle zu kämpfen, wenn wir ehrlich sind.  Wie oft wollen wir die Gnade Gottes für uns in Anspruch nehmen, aber wir geben sie nicht an andere weiter. Wo fängt das Problem an und wohin führt uns diese Sünde, wenn wir ihr Raum geben?

Ich sehe drei positive und drei negative Prinzipien in diesen Versen.  Fangen wir mit den positiven Themen an:  Frieden, Heiligung und Gnade.  Gott macht hier keine Empfehlung, sondern Er gebietet uns, „dem Frieden mit allen Menschen nachzujagen“.  D.h., bemüht euch ernstlich, trachtet eifrig nach dem Frieden mit jedermann. Das ist nicht eine passive Haltung, sondern eine fleißige, aktive Gesinnung. In Eph. 4,3 steht es so:  „Befleißigt euch, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens.“  In drei weiteren Stellen wird es uns gesagt:  „Haltet Frieden untereinander!“  (Mk. 9,50;  2.Kor. 13,11;  1.Thes. 5,13)

Wenn wir in Unfrieden miteinander leben ist es ein Widerspruch zu der Heiligung.  Sie passen nicht zusammen. Weiterhin sagt der Text, dass die Gnade Gottes in uns aktiv sein sollte, um uns dazu zu bringen, Friedenstifter zu sein. Sehen wir die größeren und wichtigeren Prinzipien hier, die angeführt werden, oder sind uns unsere kleinlichen Einstellungen wichtiger? Die Gnade Gottes, die wir empfangen haben, sollte unser Leben und unsere Ausrichtung als Kinder Gottes in Bezug auf unsere Mitmenschen verändern. 

Wenn wir an der Gnade Gottes „Mangel leiden“, öffnen wir die Tür und Tor für die drei negativen Konsequenzen in unserem Leben, die hier angeführt werden:  Unbarmherzigkeit (weil man gnadenlos reagiert), Bitterkeit und die Gefahr der Ansteckung. Die Ursache der Sünde ist mangelnde Gnade in unserem Herzen. Wir vergessen, wie gnädig Gott uns gegenüber gewesen ist und wir weigern uns, diese Gnade weiterzugeben. Das Ergebnis ist dann eine heimliche Bitterkeit, die ansteckend ist, weil man diese Haltung nicht für sich beibehalten kann. Etwas wird weitererzählt; dieses „verunreinigt viele“ und zerstört den Frieden. Nicht nur ist COVID-19 höchst ansteckend – die Sünde der Bitterkeit ist auch.

Die Lösung besteht darin, dass wir erstens Gottes Geist Raum in unserem Herzen geben („Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede…“ nach Gal. 5,22) und dass wir zweitens dadurch Gottes Gnade viel Raum in unserem Herzen geben und in dieser Gnade wachsen. Wir werden dem Herrn Jesus ähnlicher und handeln, wie Gott es will. „Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus! Ihm sei die Herrlichkeit, sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit! Amen“ (2.Pet. 3,18).  Ian Thomas schrieb: „Nehmt die Kraft Christi in Anspruch, denn Er erfreut sich bester Gesundheit!“ Gottes Gnade verändert uns gewaltig und bringt Konsequenzen in unseren Beziehungen mit unseren Mitmenschen mit sich. Und das alles ist dann zur Ehre Gottes. Amen! So sei es!

Der Herr segne euch heute auf diesem Weg der Gnade

Rod

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