Tägliche Andachten

Licht für deinen Tag – Tägliche Andachten

29. April 2020 – Thema:  Wir sind Pilger und Durchreisende!

Bibeltext:  Heb. 13,14 – „Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“

Guten Morgen ihr Lieben!

Heute schließen wir die Miniserie in den letzten Kapiteln des Hebräerbriefes ab. In diesem Vers werden wir daran erinnert, wo unser Bürgerrecht als Kinder Gottes ist. Irgendwie haben wir Menschen es nötig, immer wieder daran erinnert zu werden, dass wir „Gäste und Fremdlinge auf Erden sind“ (Heb. 11,13). Erst wenn wir das verstehen, werden wir „die Zeit auskaufen“, wie es in der Bibel steht. D.h., wir werden die Gelegenheiten, die Gott uns gibt, etwas zu Seiner Ehre zu tun oder zu sagen, nutzen (Eph. 5,16). Das sind die Momente, wo Gott uns irgendeine offene Tür gibt zu handeln – die sogenannten „kairos“-Momente. 

Ist es dir bewusst, dass du hier nur auf einer Pilgerreise bist und dass deine bleibende Stadt im Himmel ist? Wie Mose in Ps. 90,12 schrieb: „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“ Wenn wir das erkennen, leben wir mehr für das, was einen ewigen Bestand hat und nicht für die vergänglichen Dinge dieser Welt. Dann achten wir auf das Wort des Herrn Jesus in der Bergpredigt:  „Sammelt euch nicht Schätze auf der Erde, wo Motte und Fraß zerstören und wo Diebe durchgraben und stehlen; sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Fraß zerstören und wo Diebe nicht durchgraben noch stehlen! Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein“ (Mt. 6,19-21).   

Wir müssen uns ehrlich fragen, ob wir wirklich diese Stadt „suchen“, wie es in dem Vers oben steht, oder ob wir eher Schätze hier suchen, ob wir eher unsere Prioritäten auf irdische Dinge setzen und Menschen (oder uns selbst) gefallen wollen mehr als dem Herrn. Weiter in der Bergpredigt in Mt. 6 hat Jesus uns gesagt: „Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!“ (V. 33) Trachten wir zuerst nach dem Reich Gottes oder nach unserem eigenen Reich? 

In solche Zeiten wie die, die wir jetzt haben, ist es ein großer Trost zu wissen, dass unser Bürgerrecht als Kinder Gottes im Himmel ist. Wir dürfen wissen, dass alles hier nur vorübergehend ist und wir wollen lernen, auf das Unsichtbare zu schauen.  „Da wir nicht auf das Sichtbare sehen, sondern auf das Unsichtbare; denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig“ (2.Kor. 4,18). Hast du Augen dafür?  Oder siehst du und trachtest du eher nach dem Sichtbaren, das sowieso vergänglich ist?

Die Bibel erinnert uns sehr oft daran, dass wir nicht lange hier sind, aber wir verdrängen das und leben, als ob wir ewig hier sein werden. „Und doch wisst ihr nicht, was morgen sein wird! Denn was ist euer Leben? Es ist doch nur ein Dunst, der eine kleine Zeit sichtbar ist; danach aber verschwindet er.  Stattdessen solltet ihr sagen: Wenn der Herr will und wir leben, wollen wir dies oder das tun“ (Jak. 4,14-15). Wir wollen lernen, öfter zu sagen und zu erkennen, dass wir morgen unsere Pläne nur ausführen werden, „wenn der Herr will!“

In den Sprüchen lesen wir: „Rühme dich nicht des morgigen Tages, denn du weißt nicht, was ein einziger Tag bringen kann!“ (Spr. 27,1) Aber das ist ganz in Ordnung, wenn wir weise leben. Dann können wir mit Paulus sagen:  „Denn das Leben ist für mich Christus und das Sterben Gewinn“ (Phil. 1,21).  Das ist Weisheit und dadurch werden wir nicht durch die turbulenten Zeiten des Coronavirus oder irgendeine andere Krise umgehauen. Lebst du so? 

Ich wünsche dir viel Weisheit heute!  Suchen wir die zukünftige Stadt!

Rod

0 Kommentare

Kommentar hinzufügen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.