Tägliche Andachten

Licht für deinen Tag – Tägliche Andachten

30. April 2020 – Thema:  Gedanken zum Coronavirus (1)

Bibelext: Ps. 90,12 „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“

Guten Morgen liebe Gemeinde,

Es gibt viele verschiedene Meinungen und auch geheimnisvolle Verschwörungstheorien, die in Bezug auf die Ursache oder Bedeutung der COVID-19-Krise im Umlauf sind. Wir haben alle einige gehört und uns wohl gleichzeitig gefragt, wie wir unsere gegenwärtige Zeit beurteilen sollten?  Ist das alles Gottes Gericht wegen der Sünde und der Herzenshärtigkeit der Welt? Sehen wir nun Zeichen, die der Herr Jesus prophezeit hat, die Seine Wiederkunft ankündigen sollen? Ist das einfach ein Missgeschick von einem Labor in Wuhan? Oder ist es ein Versuch die Weltwirtschaft zu zerstören, damit jemand die Welt so manipulieren kann, wie es ihm gerade passt? Dazu will ich heute und morgen einige Gedanken weitergeben. 

Ich denke, dass es schwierig ist, zu behaupten, dass wir genau wissen und sagen können, was Gott momentan mit dieser Welt vorhat. Seine Gedanken sind nicht unsere Gedanken, und Seine Wege sind nicht unsere Wege (Jes. 55,8). Der Herr Jesus sagte, dass es vor Seiner Wiederkunft Kriege, Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben geben würde. Ob diese Pandemie direkt darunter zu verstehen ist, weiß ich nicht genau. Wir haben ähnliche Epidemien in der Vergangenheit gehabt. Es kann sein, dass die Weltwirtschaft so dermaßen umgehauen wird, dass wir eine weltweite finanzielle Krise haben, die den Weg für den Antichristen vorbereiten wird. Das ist möglich. 

Ob diese Seuche direkt von Gott gekommen ist oder nicht, kann ich nicht sicher sagen. Jesus gab die folgende Erklärung in dem Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen in Mt. 13:  „Und die Knechte des Hausherrn traten herzu und sprachen zu ihm: Herr, hast du nicht guten Samen in deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut? Er aber sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan!“ (V. 27-28)  In 1.Joh. 5,19 lesen wir:  „Wir wissen, dass wir aus Gott sind und dass die ganze Welt sich im Bösen befindet.“

Ich kann nicht behaupten, dass alles, was passiert, direkt von der Hand Gottes kommt. Ich denke, dass vieles geschieht, was nicht nach Seinem Willen ist, er es aber erlaubt und zu Seinen Zwecken und zu Seiner Ehre gebrauchen kann. Er gebraucht Dinge in dieser Welt, um uns zu prüfen und Er kann aus schlimmen, ungerechten Dingen Gutes bringen. Das beste Beispiel davon ist das Kreuz Jesu. Das war ein brutales Verbrechen, aber Gott hat es zum Guten gebraucht und das war genau nach Seinem großen Plan für die Erlösung der Welt. Das war kein misslungener Trick Satans.  Gott hat auch die schlimmen, ungerechten Ereignisse im Leben von Joseph im Alten Testament zum Guten gebraucht.

Sicherlich will Gott diese Zeiten gebrauchen, um uns Menschen zum Nachdenken zu bringen, damit wir uns Gedanken machen über das, was im Leben wichtig ist und damit wir nicht für vergängliche Oberflächlichkeiten leben.  Er will uns an unsere Zerbrechlichkeit und Sterblichkeit erinnern.  Er will uns daran erinnern, dass wir nicht die Kontrolle haben, wie wir es uns gerne ausmalen. Er will mit uns plädieren, damit wir nach oben schauen und erkennen, dass wir mit Ihm zu tun haben werden.  „Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht“ (Heb. 9,27). 

Das ist eine Menge, worüber wir uns Gedanken machen sollten. Weitere Gedanken zu diesem Thema will ich morgen mitteilen. Aber für jetzt: Was will Gott dir heute sagen? 

Mit herzlichen Segenswünschen

Rod

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