Tägliche Andachten

Licht für deinen Tag – Tägliche Andachten

4. Mai 2020 – Thema:  Schätze aus dem griechischen Neuen Testament

Guten Morgen liebe Gemeinde,

Wir beginnen eine neue Woche mit einem neuen Thema für die Woche, das uns viel Freude machen wird!  Der Herr hatte Gründe, warum Er das Neue Testament in Griechisch hat schreiben lassen, und sehr viel Theologie wird dadurch deutlich vermittelt, die bei der Übersetzung verloren geht. Bleibt dabei und ihr werdet den großen Segen sehen!

Heute betrachten wir etwas, was im Griechischen ein ‚doppeltes Negativ‘ ist.  D.h., zwei Negative zusammen – wie „nie überhaupt nicht“, „nein nimmer mehr“ oder „nein nie im Leben!“  Die Bedeutung ist sehr klar:  eine sehr starke Betonung auf die Verneinung. Im Wörterbuch zum Neuen Testamen von Walter Bauer steht zu diesem Begriff: „eine Verstärkung der Negation; die entscheidenste Form der verneinende Aussage über Zukünftiges.“ Diese Kombination kommt nicht so oft im Neuen Testament, aber wir schauen einige Texte an, in denen wir das finden. Ich werde das doppelte Negativ unterstreichen. 

Mt. 5,18 – „Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.“  Ein Jota ist der kleinste hebräische Buchstabe – ungefähr so groß wie ein Komma. Ein Strichlein ist eine kleine Verzierung an einem Buchstabe. So fest steht Gottes Wort! Fester als der Himmel und die Erde in seiner Beständigkeit. Wir dürfen unser Leben darauf bauen!

Joh. 6,35 – „Jesus sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr dürsten.“  Jesus stillt unseren Hunger und unseren Durst für immer. Die Sehnsucht unseres Herzen wird in Ihm gestillt, und diese Quelle des Lebens in uns wird nie gelöscht. Wir sind nicht mehr auf der Suche! Dieses doppelte Negativ wird auch in Joh. 4,14 gebraucht, als Jesus zu der Samariterin sprach. 

Joh. 10,27-28 – „Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben.“  Die Lehre hier ist, dass es für die Schafe Jesu unmöglich ist, verloren zu gehen. Sie gehen nie, nie verloren! Sie sind in Gottes Hand und sie haben „ewiges“ Leben, nicht vorübergehendes Leben. Was für ein Segen ist es, das zu wissen!

Heb. 10,17 – „Ihrer Sünden und ihrer Gesetzlosigkeiten werde ich nicht mehr gedenken.“  Der Herr verspricht, dass unsere Sünden und Missetaten uns vergeben sind und Er sie nie wieder herausholen wird, um sie gegen uns zu halten. Wir haben die Gerechtigkeit Jesu! Es ist nicht, als ob Gott vergesslich ist. Das ist Seine Entscheidung aufgrund des Kreuzes!

Heb. 13,5 – „Ich will dich nicht aufgeben und dich niemals verlassen!“  Hier finden wir zweimal diese Formulierung mit einem doppelten Negative in diesem kurzen Vers, um diese Wahrheit zu betonen:  Er wird uns nie, nie verlassen noch versäumen. Das gibt Seinen Kindern eine Zuversicht und eine Geborgenheit. Mit anderen Worten sagte der Herr Jesus: „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ (Mt. 28,20).

Das sind nur einige von den ganz festen Zusagen Gottes, auf die wir unser Leben bauen können! Wir dürfen mit großer Dankbarkeit über diese Dinge staunen, die Gott so stark zum Ausdruck bringen will! Im Deutschen gibt es diese Form nicht, aber die Bedeutung sollte uns nicht verloren gehen. Damit können wir den Tag gut starten! Das war die erste Lektion in der griechischen Grammatik für die Woche – gar nicht schwer zu folgen, oder?

Mit herzlichen Segenswünschen

Rod

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