Tägliche Andachten

Licht für deinen Tag – Tägliche Andachten

12. Mai 2020 – Thema: Die Zuversicht der Kinder Gottes (2)

Guten Morgen liebe Gemeinde,

Heute betrachten wir zwei alttestamentliche Parallelstellen zu unserem Text von gestern in Röm. 8,28.  Gestern habe ich in meiner Bibellesezeit Ps. 37,3-5 gelesen:  „Vertraue auf den Herrn und tue Gutes, dann wirst du im Lande sicher leben, und es wird dir gut gehen. Freu dich am Herrn, und er wird dir geben, was dein Herz wünscht.  Überlass dem Herrn die Führung deines Lebens und vertraue auf ihn, er wird es richtig machen.“

In Röm. 8 gestern fanden wir die Wechselbeziehung zwischen unserer Liebe zum Herrn und dem Wirken des Herrn zum Guten in unserem Leben. In dem Ps. 37 Text wird es klar, dass Liebe nicht passiv und unsichtbar bleibt. Hier geht es um Vertrauen und Gutes Tun, was auch als Gehorsam gegenüber dem Willen Gottes verstanden werden kann. Der Herr Jesus hat die Liebe zu Gott folgendermaßen zusammengefasst: „Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten“ (Joh. 14,15). Die Folge ist dann:  „es wird dir gut gehen.“ Der Segen Gottes ruht auf Gehorsam in der Liebe zum Herrn. Wenn es so weit bei uns ist, dass wir „uns an dem Herrn freuen“ oder wie es in einigen Übersetzungen steht, dass wir unsere „Lust am Herrn“ haben, kann der Herr uns das geben, was wir wollen, weil wir das wollen, was der Herr auch will! Dann stehen wir im Einklang mit dem Willen Gottes und das ist eine gesegnete Haltung. 

Der Text in Ps. 37 geht dann weiter:  „Überlass dem Herrn die Führung deines Lebens und vertraue auf ihn, er wird es richtig machen.“ Noch einmal sehen wir, dass Gott es Seinen Kindern verspricht, dass Er es „wohlmachen“ wird (LU), wenn wir Ihm die Führung in unserem Leben überlassen. D.h., dass wir mit Jesus im Garten Gethsemane sagen: „Aber nicht mein Wille soll geschehen, sondern deiner“ (Luk.22,42). Es ist so wichtig für uns zu wissen, dass wir unserem Herrn völlig vertrauen können, uns an ein gutes Ziel zu bringen.  Er will uns näher zu sich bringen und uns dem Bilde Seines Sohnes ähnlicher machen.  Dazu gebraucht Er oft schwere Zeiten, Prüfungen und Drangsal, aber Jakobus sagt uns, dass wir uns in solchen Zeiten sogar freuen können, weil Gott Sein „vollkommenes Werk“ in uns macht, „damit ihr vollkommen und vollendet seid und in nichts Mangel habt“ (Jak. 1,2-4). Das ist eine der größten Herausforderungen der Bibel, finde ich. Irgendwie wollen wir im Glauben wachsen, aber es soll alles ganz schmerzlos und gemütlich bleiben! Aber wie man in dem Volksmund sagt:  „Wo gehobelt wird, fallen Späne.“ Es geht nicht anders!

Der zweite Paralleltext ist Spr. 3,5-6 – „Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand,  sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen.“ Merken wir die Ähnlichkeiten hier? Vertrauen auf den Herrn ist wieder der Schlüssel – nicht Vertrauen auf unsere Weisheit und Fähigkeit. Das geht gegen unseren eigenen Stolz!  Das Ergebnis aber ist:  „So wird er dich recht führen.“ 

Diese drei Dinge werden immer wieder betont: Vertrauen, Liebe und Gehorsam. Andere Texte nennen das alles „die Furcht des Herrn.“ In einer Übersetzung heißt es in Ps. 25,14 – „Freundschaft hält der HERR mit denen, die ihn fürchten.“ Das finde ich sehr reizend! Eine Liebesbeziehung zum Herrn ist möglich, wenn wir diese Prinzipien beherzigen. Das ist das, was die Bibel mit dem Begriff „glücklich“ (oder „glückselig, gesegnet“) in den Psalmen und in den Seligpreisungen in Mt. 5 meint.  Manchmal heißt es:  „Wohl dem“, der so lebt! 

Das wünsche ich euch heute!

Rod

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