Tägliche Andachten

Licht für deinen Tag – Tägliche Andachten

13. Mai 2020 – Thema:  Die Misere in der Mitte

Text:  Röm. 5,12 „Die Sünde kam durch einen einzigen Menschen in die Welt – Adam. Als Folge davon kam der Tod, und der Tod ergriff alle, weil alle sündigten.“

Guten Morgen ihr Lieben,

Die Welt ist nicht mehr so, wie Gott sie geschaffen hat! Am Anfang gab es eine wunderbare Gemeinschaft zwischen Adam und Eva und Gott. Sie haben miteinander gesprochen und Spaziergänge im Garten Eden gemacht. Es war Paradies! 

In 1.Mo. 3,1-5 lesen wir, dass Satan Eva erzählt hat, dass sie Gott nicht so blind vertrauen sollte („Hat Gott wirklich gesagt“), dass Ungehorsam keine Konsequenzen hat („Ihr werdet nicht sterben“) und dass Gott ihnen das Beste im Leben vorenthält („sondern Gott weiß, dass an dem Tag, da ihr davon esst, eure Augen aufgetan werden und ihr sein werdet wie Gott, erkennend Gutes und Böses“). Eva hat der Zweifel Raum in ihrem Herzen gegeben, war Gott ungehorsam und hat Adam davon überzeugt, dass er ihr auch von dem Frucht essen sollte. Das war das Ende vom Paradies auf Erden.   

Unser Vers oben erklärt uns, dass die Sünde durch Adams Ungehorsam nicht alleine in die Welt kam, sondern der Tod auch mitkam. Wegen der Sünde Adams (der „Erbsünde“) ist die Welt nicht mehr so, wie Gott sie geschaffen hat. Dieser Sündenfall hat fatale, globale Konsequenzen mit sich gebracht, die uns immer noch heute sehr belasten. Wegen der Sünde Adams sind wir alle als Sünder geboren und wir leben in einer Welt voll von Krankheit, Tod, Hass, Brutalität, Lüge, Neid, Stolz, usw.  

Ich denke, dass die Realität der gefallenen Welt den Herrn Jesus so sehr am Grab von Lazarus in Joh. 11 getroffen hat, als es heißt:  „Als nun Jesus sie weinen sah und die Juden weinen, die mit ihr gekommen waren, ergrimmte er im Geist und wurde erschüttert“ (V. 33).  Das kann auch übersetzt werden:  „innerlich ergrimmte er sehr und regte sich auf.“  Ich verstehe es so, dass der Herr Jesus hier mit dem vollem Ausmaß der Sünde konfrontiert wurde und dass Er im Herzen zum Vater geschrien hat: „Vater, so haben wir die Welt nicht geschaffen!“  Er wusste wohl, dass Er in einigen Minuten Lazarus aus den Toten auferwecken würde, aber es hat Ihm innerlich so bewegt und in V. 35 steht es:  „Jesus weinte.“  Unsere Schmerzen, Trauer und Leid ist dem Herrn Jesus nicht egal. „Jesus ist ja nicht ein Hoherpriester, der uns in unserer Schwachheit nicht verstehen könnte“ (Heb. 4,15).

Daher kommen die furchtbaren Dinge in dieser gefallenen Welt, aber es wird nicht immer so sein. Der Mensch ohne Jesus hat keine Antwort darauf und keine Hoffnung auf eine Lösung. Aber durch das Kreuz und Seine Auferstehung hat Jesus die Sünde, den Tod und den Teufel überwunden, und Er verspricht denen, die an Ihn glauben, ewiges Leben im Himmel, wo die Sünde und der Tod keinen Platz haben werden. Der Himmel ist das ewige Paradies, das nie vergehen wird, weil Jesus es sicherstellt. Merken wir die zwei gegnerische Herrschaften in Röm. 5,17:  „Denn wenn durch die Übertretung des einen der Tod durch den einen geherrscht hat, so werden viel mehr die, welche den Überfluss der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den einen, Jesus Christus.“ 

Jetzt sind wir in der Misere in der Mitte – zwischen dem verlorenen Paradies von Eden und dem kommenden Paradies im Himmel – aber wir sind nicht mittel- und hoffnungslos! Wir sind Gottes Kinder, ausgerüstet mit Seiner Kraft, Seiner Liebe und Seiner Gegenwart, um für Ihn hier durch Seine große Gnade zu leben. Das ist der Sinn des Lebens. Das ist Freude!

Gottes Segen wünsche ich euch heute

Rod

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