Tägliche Andachten

Licht für deinen Tag -Tägliche Andachten

14. Mai 2020 – Thema:  Das Vorrecht des Gebets

Bibeltext:  1.Pet. 5,7 „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“

Guten Morgen liebe Gemeinde,

Wir müssten uns öfter bewusst machen, mit wem wir reden, wenn wir beten, und was für ein Vorrecht es ist, dass wir mit dem Schöpfer des Universums reden und bei Ihm alle unsere Sorge und Not ablegen dürfen.  Wir werden heute morgen einige Aspekte des Gebets betrachten. 

Erstens ist die grundlegende Frage: Wie sieht es in Bezug auf unser Gebetsleben aus? Verbringen wir Zeit mit Gott im Gebet?  „Ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet“ (Jak. 4,2). Wenn wir nicht beten, sagen wir:  „Herr, ich schaffe das alles in meinem Leben alleine.“ Und wenn wir ja beten, sind wir oft die Weltmeister, wenn es um Bitten geht, aber ist unser Gebet mehr als eine Reihe von Erzählungen von unseren Anliegen? Inwiefern sind Lob, Dank und eine Zeit der Stille zum Nachdenken und eine Zeit auf Gott zu hören Bestandteile unserer Gebetszeit? Denken wir daran, dass wir mit unserem Gebet mit Gott reden und überlegen wir, wie das „Gespräch“ mit Ihm läuft. Es gehört dazu: „Geht durch die Tempeltore mit Dank, tretet ein in seine Vorhöfe mit Lobgesang. Dankt ihm und lobt seinen Namen“ (Ps. 100,4).

In 1.Pet. 5,7 (oben) sehen wir, dass die Frage nach unserem Gottvertrauen beim Beten auftaucht. Gebet ist auch eine Übung im Vertrauen. Wenn wir wirklich unsere Sorge auf den Herrn werfen, dann haben wir Frieden.  Aber es ist oft so, wenn wir beten, als ob wir einen Brief zum Briefkasten bringen und es nicht ganz fertig bringen können, den Brief loszulassen, sondern wir halten ihn noch fest an einer Ecke und werfen ihn nicht ein.  Dann kommt der Brief nicht an und die Antwort auch nicht. Oder nach einer weiteren lebensnahen Illustration:  Wir bringen unsere Last zum Herrn im Gebet, aber dann, wenn wir „Amen“ sagen, nehmen wir die Last wieder auf und nehmen sie wieder mit. Gebet im Sinne von 1.Pet. 5,7 bedeutet, dass wir dem Herrn so vertrauen, dass wir unsere Sorge wirklich beim Herrn abladen können und wir sie nicht wieder mitzunehmen brauchen. Wenn wir nach unserem Gebet immer noch besorgt sind, haben wir unsere Last nicht wirklich beim Herrn abgegeben. 

Gebet ist auch eine Gelegenheit für uns, eine sehr innige Gemeinschaft mit Gott zu haben, damit wir im Sinne Gottes verändert werden können. Wir ähneln den Leuten mit denen wir viel Zeit verbringen.  Wir fangen an, wie sie zu reden und zu denken. Wenn wir Zeit mit dem Herrn verbringen, das verändert uns und unsere Denkweise. Man sagt, dass Gebet die Welt verändert. Ich würde eher sagen, dass Gebet vor allem uns verändert. 

Wir dürfen mit dem himmlischen Vater reden („Unser Vater im Himmel…“), weil Jesus uns den Weg zum Vater geöffnet hat. Er sagte:  „Niemand kommt zum Vater als nur durch mich“ (Joh. 14,6). Der Heilige Geist will unsere Gedanken leiten und uns Kraft zum Gebet geben, und dadurch dürfen wir im Gebet eine enge Gemeinschaft mit Vater, Sohn und Heiligem Geist erfahren. Wie oft erfahre ich einen großen Segen und eine große Erleichterung in meiner Seele durch das Gebet, weil ich weiß, dass ich mit Gott gesprochen habe. Die Gebete der Kinder Gottes kommen weiter als zur Decke in dem Raum, in dem wir uns befinden. Sie kommen vor den Thron des souveränen, ewigen Gottes, der Himmel und Erde geschaffen hat. Er hat Zeit für uns und hat uns gebeten, mit Ihm im Gebet zu reden! Wir wollen zunehmend Zeit mit Ihm verbringen, damit Sein Wille in unserem Leben geschehen kann. Es ist erstaunlich es zu wissen und zu erfahren, was in unserem Vers steht: „Denn er sorgt für euch!“ Lasst uns mehr und mehr Menschen des Gebets werden.

Mit herzlichen Segenswünschen

Rod

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