Tägliche Andachten

Licht für deinen Tag – Tägliche Andachten

15. Mai 2020 – Thema:  Stille vor Gott

Bibeltext:  Ps. 46,11 „Seid still und erkennt, dass ich Gott bin; ich werde erhaben sein unter den Völkern, ich werde erhaben sein auf der Erde!“

Guten Morgen liebe Gemeinde,

Ich lese momentan mal wieder durch die Psalmen und bin gestern bei Ps. 46 gelandet. Der elfte Vers in diesem Psalm ist für mich sehr wichtig. Den zitiere ich so gut wie jeden Tag, wenn ich meine Andachtszeit im Gebet beginne. Das erinnert mich daran, was ich zu tun und zu lassen habe. Ich denke, dass wir alle merken, dass es uns als hektische, moderne Menschen schwer fällt, still zu werden. In einer modernen Übersetzung heißt es:  „Lasst euren Aufruhr und erkennt, dass ich allein Gott bin, hoch erhaben über alle Völker, geehrt in aller Welt.“  Das passt zu uns! Lasst euren Aufruhr, eure Geschäftigkeit, euer Wirren! Wir rennen von Termin zu Termin, von Feier zu Feier, von einem digitalen Gerät zum nächsten, aber der Herr sagt:  „Seid still!“  Übrigens, das hat der Herr Jesus auch zu dem stürmischen See gesagt und „es entstand eine große Stille“ (Mt. 8,26).  Der See war Ihm gehorsam. Sind wir es auch? 

Seid still“, damit wir Zeit mit Gott haben dürfen und Zeit haben auf Ihn zu hören.  Das größte Gebot ist es, Gott zu lieben. Es ist schwer zu behaupten, dass wir jemand lieben, aber keine Zeit mit dieser Person verbringen!  Eine der gewaltigsten Verheißungen der Bibel finden wir in Jer. 29,13-14a „Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR.“ Wir haben so viel von Gottes Nähe, wie wir wollen! Bei Ihm ist die Tür immer offen, aber wir haben so viel zu tun, dass wir so wenig Zeit haben, still zu sein und zu erkennen, wer Er ist. 

Es muss auch gesagt werden:  Bevor wir erkennen können, wer Er ist, müssen wir erkennen, wer wir sind. Wir brauchen die Erkenntnis, dass wir Gottes Gnade, Vergebung und Kraft für den Tag dringend nötig haben – sonst beten wir nicht und suchen wir Gott nicht.  Aus dieser Erkenntnis wächst Demut und Ehrfurcht vor Gott. Wir haben es nötig zu erkennen, wie klein wir sind und wie groß Gott ist. Wenn Er Gott ist, sollten wir Ihm folgen und gehorchen. 

Die Erkenntnis Gottes lässt einige weitere Dinge in unseren Herzen entstehen. Wenn wir erkennen, wie groß Seine Vergebung und Errettung ist, dann wächst die Liebe zum Herrn.  „Wem wenig vergeben wird, der liebt wenig“ (Luk. 7,47). Wenn wir wirklich verstehen, was Gott für uns getan hat und immer noch tut, werden wir überwältigt und ins Staunen gebracht. In Ps. 40 schrieb David: „Er zog mich aus der Grube des Verderbens, aus dem schmutzigen Schlamm, und stellte meine Füße auf einen Fels; er machte meine Schritte fest und gab mir ein neues Lied in meinen Mund, ein Lob für unseren Gott“ (Ps. 40,3-4).

Da sehen wir ein weiteres Ergebnis der Erkenntnis Gottes:  Wer das alles in seinem Herzen erkannt hat, reagiert mit Lob und Dankbarkeit.  In der Stille findet Anbetung statt, wo wir den Herrn  „im Geist und in der Wahrheit anbeten“ (Joh. 4,24). 

Das sind nur einige Segnungen für unsere Seele, wenn wir der Einladung Gottes folgen und still werden, um Zeit mit Ihm zu verbringen. Es ist nicht einfach, diese Zeit zu finden, aber es lohnt sich reichlich. Zum Schluss will ich sagen, dass es hier nicht einfach um eine Empfehlung oder Einladung geht; es ist ein Gebot vom Herrn!  „Seid still und erkennt, dass ich Gott bin.“  Er will echte Nachfolger und nicht Leute, bei denen gesagt werden muss:  „Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir“ (Mt. 15,8).

Gottes Segen wünsche ich euch für euren Tag mit dem Herrn

Rod

0 Kommentare

Kommentar hinzufügen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.