Tägliche Andachten

Licht für deinen Tag – Tägliche Andachten

30. März 2020 – Bibeltext: Röm. 15,5.13.33

Die Namen Gottes

Wenn Gott sich selbst einen Namen gibt, ist es eine klare Offenbarung Seines Wesens und Seines Charakters.  Die nächsten zwei Wochen werden wir die Namen Gottes im Alten und im Neuen Testament kurz betrachten, damit wir daran erinnert werden, wie Gott ist.  In diesen ungewöhnlichen und schweren Tagen wird uns das gut tun! 

Wir fangen in einem ungewöhnlichen Text für diese ungewöhnlichen Tage an!  In Röm. 15 haben wir in drei Versen (siehe oben) vier verschiedene Namen für Gott!  In manchen Übersetzungen geht das verloren, und von daher haben wir wieder die Erinnerung daran, dass es gut ist verschiedene Bibelübersetzungen zu haben, um sie zu vergleichen. Manche Übersetzungen sind „dynamisch“ (freier, um die Bedeutung des Textes zu umschreiben) und manche sind eher wortgetreu (sie möchten den Text wortwörtlich wiedergeben). 

In V. 5 wird Gott „der Gott des Ausharrens“ (oder „der Geduld“) genannt.  Das Wort hier ist eine Ableitung von dem griechischen Verb upomeno.  Das sind zwei zusammengesetzten Wörter – upo bedeutet ‚unter‘ (‚unter etwas zu sein‘) und meno bedeutet ‚bleiben‘.  D.h., unter etwas zu bleiben – unter den Umständen, unter Druck zu bleiben und nicht zu versuchen, von diesem Druck weg zu rennen.

Wenn wir V. 4-7 lesen (bitte nimm dir eine Minute, um den Zusammenhang von V. 5 zu lesen), sehen wir, dass Gott, der ein Gott des Ausharrens und der Geduld ist, uns im Leib Christ Geduld miteinander schenken will, damit wir einmütig sein und einander annehmen können (lies auch Röm. 14,4 dazu).  Es ist dem Herrn offenbar wichtig, dass wir Einheit in der Gemeinde Jesu haben.  Dieses Ausharren und diese Geduld, die wir miteinander brauchen, kommt nicht aus uns selbst – sondern aus der Beziehung mit dem Gott des Ausharrens und der Geduld, der in uns wirken und Seine Eigenschaften in uns hineinpflanzen will.

Gott ist geduldig mit uns und wenn wir unser Leben betrachten, hat Er uns viel Zeit und viele Gelegenheiten gegeben, zur Erkenntnis der Wahrheit in Jesus Christus zu kommen.  Er gibt uns immer noch viele Gelegenheiten und viel Zeit, im Glauben zu wachsen und zu lernen, wie wir uns als Seine Kinder verhalten sollten.  Er erwartet geistliches Wachstum, aber Er ist sehr geduldig mit uns.  Der Psalmist hat das so oft zum Ausdruck gebracht:

„Barmherzig und gnädig ist der HERR, langsam zum Zorn und groß an Gnade.“  Ps. 103,8 (Elb).  Diese gleiche Aussage finden wir in Ps. 86,15 und Ps. 145,8.  Denken wir daran, wie geduldig der Herr mit Jona war – und wie geduldig Er mit uns ist.  Wie können wir ungeduldig miteinander sein, wenn Er so geduldig mit uns ist und wenn Er uns Seinen Geist und Seine Kraft gibt, damit wir so sein können, wie Er von Seinem Wesen ist? 

Wie will der Gott des Ausharrens (der Geduld) in deinem Leben heute wirken?

Gottes Segen wünsche ich euch heute!

Rod

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