Tägliche Andachten

Licht für deinen Tag – Tägliche Andachten

25. Mai 2020 – Thema: Warum geht es den schlechten Menschen so gut und den guten Menschen so schlecht? Wo bleibt die Gerechtigkeit in dieser gefallenen Welt?

Bibeltext:  Ps. 73,1-6.13-17.23-28

Guten Morgen liebe Gemeinde,

seid ihr bereit, an diesem Montagmorgen ein heftiges Thema anzupacken?  Ich denke, dass wir uns wohl alle diese Fragen (oben) irgendwann gestellt haben. Es scheint manchmal so, als ob die Bösen keine Probleme und keine Engpässe im Leben haben, während die Kinder Gottes viele Probleme und große Krisen im Leben haben. Wie kann das sein? 

Nun müssen wir bekennen, dass wir nicht bis ins Herz der sogenannten „bösen Menschen“ schauen können, um erkennen zu können, ob sie Probleme und Kämpfe in ihrem Leben haben wie wir oder nicht. Der Herr hat gesagt, dass es ihnen nicht gut geht:  „Die Gottlosen aber sind wie das aufgewühlte Meer, das niemals still sein kann, sondern ständig Schmutz und Schlamm aufwühlt.  Für die Gottlosen gibt es keinen Frieden, spricht mein Gott“ (Jes. 57,20-21). Solche Dinge sieht man wohl nicht als Außenstehender. 

Aber dieses Thema beschäftigt nicht nur uns; es gibt drei Psalmen, die sich mit diesem Thema befassen (Ps. 37. 49 und 73). Alle drei kommen zu dem gleichen Schluss: „Noch kurze Zeit, und der Gottlose ist nicht mehr“ (Ps. 37,10). „Doch der Mensch, der im Ansehen ist, bleibt nicht“ (Ps. 49,13).  „Deshalb versuchte ich zu begreifen, warum es den Gottlosen so gut geht. Aber das war mir zu schwer! Bis ich eines Tages in Gottes Heiligtum kam und darüber nachdachte, wie ihr Leben endet“ (Ps. 73,16-17). Jeder Mensch wird irgendwann Gott begegnen müssen und die vermeintliche gute Zeit hier auf Erden für den Gottlosen wird ganz schnell verblassen. Deswegen schrieb David in Ps. 37: „Das Wenige, das ein Gerechter hat, ist besser als der Überfluss vieler Gottloser“ (V. 16). 

Der Psalmist in Ps. 47 hat es so gesagt: „Doch vom Tod können sie sich nicht freikaufen, sie können Gott kein Lösegeld zahlen. Der Kaufpreis für ein Leben ist zu hoch, niemand kann so viel zahlen, um ewig leben zu können“ (V. 8-10). Er hat einige Prinzipien vom Herrn Jesus verstanden: „Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo die Motten und der Rost sie fressen und wo die Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch vielmehr Schätze im HimmelWas nützt es, die ganze Welt zu gewinnen, aber dabei an der eigenen Seele Schaden zu nehmen oder sie zu verlieren?“ (Mt. 6,19-20; Luk. 9,25)

Alles in dieser Welt ist vergänglich und es ist nichts im Vergleich mit der Ewigkeit. Es ist nicht umsonst, Verzicht und Selbstbeherrschung zu lernen, wie der Psalmist sich in Ps. 73,13 gefragt hat. Es ist wichtig zu erkennen, was einen ewigen Bestand hat und was nicht. Wir werden aufgefordert, nachzudenken und nicht einfach für die vergänglichen Werte dieser Welt zu leben. Gott will keine verwöhnten Kinder haben, sondern Kinder mit Charakter und Weisheit – und das will meistens durch schwere Zeiten und Prüfungen gelernt werden. Charakterbildung im Sinne der Christusähnlichkeit kommt nicht automatisch und nicht ohne einen Preis – aber auch nicht ohne eine große Belohnung!  

Paulus hat es so beschrieben: „Denn unsere Bedrängnis, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig“ (2.Kor. 4,17-18). Hast du das gelernt? Der Herr will uns an ein gutes Ziel bringen, aber das braucht viel Zeit. Es lohnt sich, beim Herrn zu bleiben.

Gottes Segen wünsche ich euch für den heutigen Tag

Rod

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