Tägliche Andachten

Licht für deinen Tag – Tägliche Andachten

29. Mai 2020 – Thema: Geben ist seliger als Nehmen

Text:  Apg. 20,35 – „Jesus, der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als Nehmen.“

Guten Morgen ihr Lieben,

Es gibt mehrere Paradoxe in der Bibel, denn Gottes Wege sind nicht unsere Wege.  Heute morgen betrachten wir davon eins. In einer Welt mit so viel Neid, Habgier und Egoismus, wer hätte gedacht, dass das Prinzip „Geben ist seliger als Nehmen“ wahr wäre. Aber siehe da! Wer immer es ausprobiert hat, hat es sich bewahrheiten können. Es stimmt schon!

Der Herr Jesus hat es auch so gesagt: „Gebt, und es wird euch gegeben werden: ein gutes, gedrücktes und gerütteltes und überlaufendes Maß wird man in euren Schoß geben; denn mit demselben Maß, mit dem ihr messt, wird euch wieder gemessen werden“ (Luk. 6,38). Das bedeutet nicht, dass wir 100 Euro zurückbekommen werden, wenn wir 100 Euro geben, aber es bedeutet, dass Gott sich nichts schenken lässt. Gott hat Seine Wege, den großzügigen Geber zu segnen, weil wir in dem Moment Ihm ähnlich sind.  In vielleicht dem bekanntesten Vers der Bibel sehen wir, dass Gott ein gebender Gott ist: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat“ (Joh. 3,16).  

Paulus hat die Gemeinde in Korinth in Bezug auf das Geben herausgefordert, als er schrieb: „Wer sparsam sät, wird auch sparsam ernten, und wer segensreich sät, wird auch segensreich ernten. Jeder gebe, wie er sich in seinem Herzen vorgenommen hat: nicht mit Verdruss oder aus Zwang, denn einen fröhlichen Geber liebt Gott“ (2.Kor. 9,6-7). Lindy und ich haben es über die Jahre immer wieder erfahren, dass Gott uns reichlich versorgt, wenn wir Ihm hinsichtlich unserer Finanzen vertrauen. Vielleicht hat der Kühlschrank länger gelebt, oder das Auto hat weniger Probleme, oder Ähnliches ist geschehen.  Wenn wir uns um Gottes Reich kümmern, kümmert Er sich um unser „Reich“, und Er kann das besser machen als wir. 

Ein Prinzip von dem Herrn Jesus in der Bergpredigt gehört auch zum Thema Geben: „Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein“ (Mt. 6,21). Man kann geben, ohne zu lieben; aber man kann nicht lieben, ohne zu geben. Wenn wir in Gottes Werk investieren, wird es uns wichtiger und persönlicher. Wir sind eher vom Herzen dabei, als wenn wir nur reine „Zuschauer“ oder „Trittbrettfahrer“ sind. Gott sucht nicht unsere Finanzen; Er will unser Herz. Der Herr weiß, dass es eine sehr starke Verbindung zwischen unserem Geldbeutel und unserem Herzen gibt! Wir Menschen haben eine komische Anatomie! Aber so ist es.

Auf der anderen Seite müssen wir uns die Frage stellen: Wie können wir erwarten, dass Gott unsere Finanzen segnet, wenn wir Ihm nicht mit unseren Finanzen vertrauen und im finanziellen Bereich nicht gehorchen?  Er fordert uns auf, einen Segen zu bekommen, indem wir geben. Er verspricht uns, dass Er uns versorgen wird. Soweit wie ich weiß, finden wir nur eine einzige Bibelstelle, die uns auffordert, Gott auf die Probe zu stellen: „Bringt den kompletten zehnten Teil eurer Ernte ins Vorratshaus, damit es in meinem Tempel genügend Nahrung gibt. Stellt mich doch damit auf die Probe, spricht der allmächtige Herr, ob ich nicht die Fenster des Himmels für euch öffnen und euch mit unzähligen Segnungen überschütten werde!“ (Mal. 3,10) Das ist eine alttestamentliche Aussage und wir sind nicht mehr unter dem Gesetz, aber Gott möchte uns noch heute herausfordern, Ihm zu vertrauen und Ihm die Gelegenheit zu geben, uns reichlich nach Seiner Art zu segnen. Er ist ein segnender Gott!

Ich möchte euch auch auffordern, das zu tun. Es ist seliger zu geben als zu nehmen!  

Gottes Segen

Rod

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