Tägliche Andachten

Licht für deinen Tag – Tägliche Andachten

3. Juni 2020 – Thema: Torheit und Weisheit von Gottes Perspektive

Guten Morgen liebe Gemeinde,

Heute Morgen betrachten wir zwei wichtige Begriffe in der Bibel, die eine breite Bedeutung haben können. Es geht um die Frage, wie die zwei Begriffe „Torheit“ und „Weisheit“ in Gott Augen zu verstehen sind. 

Der törichte Mensch vor Gott ist nicht der Dumme. Es geht nicht um eine intellektuelle Dummheit, sondern um eine moralische und geistliche Dummheit. In Ps. 14,1 lesen wir: „Der Tor spricht in seinem Herzen: Es ist kein Gott!“ Und in Ps. 107,17: „Die Toren litten wegen ihres gottlosen Weges und wegen ihrer Sünden.  “Die Bibel sagt uns, dass die Furcht Gottes der Anfang der Weisheit (Spr. 9,10).  Der Tor ist dann der Gottlose, der keine Ehrfurcht vor Gott hat. So wird er von dem Herrn Jesus im Neuen Testament dargestellt, wenn wir an drei Seiner Gleichnisse denken: (1) der törichte Mann baut sein Haus auf dem Sand und nicht auf dem Felsen (Mt. 7,24-27), (2) der reiche Tor, wo Jesus erklärte:  „Du törichter Mensch! Noch in dieser Nacht wird dein Leben von dir zurückgefordert werden. Wem wird dann das gehören, was du dir angehäuft hast?… So geht es dem, der nur auf seinen Gewinn aus ist und der nicht reich ist in Gott.“ (Luk. 12,15-21) und (3) das Gleichnis von den 10 Jungfrauen, in dem die fünf törichten Jungfrauen kein Öl für ihre Lampen hatten (Mt. 25,1-13). Wenn wir die Bedeutung von dem biblischen Begriff „Torheit“ verstehen, hilft es uns, dieses Gleichnis richtig zu deuten. Es geht um Gottlose hier und gewiss nicht um Gläubige.

Die Bibel geht davon aus, dass Gott allein weise ist (Hiob 12,13; Röm. 16,27).  Deshalb will der Mensch ohne Gott seine eigene Weisheit selbstherrlich aufstellen. „Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden“ (Röm. 1,22). Die Weisheit der Welt kann die Botschaft des Evangeliums mit dem Kreuz Jesu überhaupt nicht verstehen. „Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verlorengehen; uns aber, die wir gerettet werden, ist es eine Gotteskraft; denn es steht geschrieben: »Ich will zunichtemachen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen«. Wo ist der Weise, wo der Schriftgelehrte, wo der Wortgewaltige dieser Weltzeit? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht? Denn weil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott, durch die Torheit der Verkündigung diejenigen zu retten, die glauben“ (1.Kor. 1,18-21). Was vor der Welt töricht scheint, ist Weisheit vor Gott.    

In 1.Kor. 1,30 lesen wir, dass Christus unsere Weisheit ist.  In Kol. 2,3 steht eine wunderbare Aussage in Bezug auf den Herrn Jesus: „Christus, in dem alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen sind.“ Anders gesagt:  Wenn wir Jesus Christus besser und besser kennenlernen und Ihn und Seinen Willen mehr und mehr verstehen, dann ist das Weisheit vor Gott.  Weiterhin schenkt Gott uns gerne die nötige Weisheit, um Ihn und Seine Wege besser zu verstehen. „Wenn es aber einem von euch an Weisheit fehlt, bitte er Gott darum, und sie wird ihm gegeben werden“ (Jak. 1,5). Hier geht es um eine göttliche Erkenntnis und Fähigkeit, sich im Leben mit den Schwierigkeiten und Aufgaben auszukennen und in jeder Lage das Gottgewollte zu treffen. Zusammenfassend geht es um zwei Aspekte der Weisheit heute morgen: (1) Weisheit ist es, Jesus zu kennen und Ihm nachzufolgen und (2) Weisheit ist es, Gottes Willen zu erkennen und zu tun. 

Zum Schluss eine praktische Anwendung für uns: „Die Weisheit von oben aber ist erstens rein, sodann friedfertig, gütig; sie lässt sich etwas sagen, ist voll Barmherzigkeit und guter Früchte, unparteiisch und frei von Heuchelei.“  (Jak. 3,17) Lebst du weise vor Gott?

Mit herzlichen Segenswünschen  

Rod

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