Tägliche Andachten

Tägliche Andachten – Licht für deinen Tag

4. Juni 2020 – Thema: Die Erneuerung des inneren Menschen

Bibeltext:  2.Kor. 4,16-18

Guten Morgen liebe Gemeinde,

Bitte lest den Text (oben) und überlegt, was er euch zu sagen hat. Dann beginnen wir unseren „Austausch“ miteinander! 

Die Tatsache ist, dass „unser äußerer Mensch aufgerieben wird.“ Wenn wir älter werden, bekommen wir unsere Wehwehchen und manchmal ernste Krankheiten; wir verlieren unsere Kräfte und unsere Fitness. Salomo hat das auf einer sehr interessante Art und Weise in Pred. 12,1-7 beschrieben, und ich empfehle den Text als eine weitere Lektüre.  Die Bibel erinnert uns oft daran, dass unsere Tage hier kurz sind und dass unser Leben wie ein Dampf ist. 

Aber die Ermutigung ist, dass unser innerer Mensch „Tag für Tag erneuert wird“, wenn wir auf den Herrn schauen und hören.  Wie geschieht das?  Ich möchte kurz drei Bibelstellen zitieren, die uns helfen, dieses Prinzip zu verstehen.  In Röm. 12,2 und Eph. 4,23 lesen wir von der „Erneuerung (oder Veränderung) unserer Denkweise.“ Der Herr verändert unsere Denkweise, wenn wir lernen mehr und mehr Seine Gedanken zu haben und uns nicht nach unseren Gedanken leiten zu lassen. Das geschieht, wenn wir das Wort Gottes beherzigen und wenn wir uns von Seiner Wahrheit bestimmen lassen. Der Begriff dafür in Röm. 12,2 ist metamaphao, von dem wir unser Wort „Metamorphose“ bekommen. In dem Prozess der Metamorphose wird die Raupe verwandelt in einen Schmetterling, weil das Wesen eines Schmetterlings in der Raupe durch Gottes schöpferische Kraft verborgen ist. Der Herr will uns auch so in unserem Wesen durch den innenwohnenden Heiligen Geist verwandeln. In Tit. 3,5 spricht Paulus von der „Erneuerung des Heiligen Geistes.“ Das geschieht, indem wir dem Heiligen Geist Raum geben, unser Wesen zu verwandeln.

Vor fünfzehn Jahre hat mir jemand eine Geburtstagskarte gegeben, wo ein Mann oben auf einem Berggipfel steht und die Berglandschaft um ihn herum anschaut. Der Text auf der Karte lautet:  „Älterwerden ist wie auf einem Berg steigen, je höher man kommt, desto mehr Kräfte sind verbraucht, aber umso weiter sieht man.“ Das fand ich sehr ermutigend und ich habe die Karte auf meinem Aktenschrank in meinem Büro stehen, um immer wieder an dieses Prinzip erinnert zu werden, wenn mein äußerer Mensch verfällt. Wie schön, dass der innere Mensch durch Gottes Wirken erneuert werden kann, damit wir weiser werden können.   

Gott hat etwas mit uns vor – nämlich dass wir dem Herrn Jesus ähnlicher gemacht werden und dass wir als Nachfolger Jesu reifer werden. Paulus erinnert uns in unserem heutigen Text (V. 17) an die zukünftige Herrlichkeit und Freude, die wir eines Tages beim Herrn erfahren werden. Wir neigen dazu, sehr auf die Gegenwart bezogen zu sein und nicht das große Bild zu sehen. Deswegen erinnert er uns in V. 18 daran, dass wir lernen sollten, auf das „Unsichtbare zu schauen“ und uns nicht so intensivauf das Sichtbare zu fixieren. „Denn das Sichtbare ist zeitlich, aber das Unsichtbare ist ewig.“ Es ist halt nicht so einfach, konsequent auf das Unsichtbare zu schauen, weil es eben nicht immer so erkennbar ist. Das will in einem lebenslangen Prozess gelernt werden. Aber es macht viel Freude so zu leben, dass man die Gewissheit hat, Schätze im Himmel zu sammeln. 

C.S. Lewis hat geschrieben: „Wenn nichts in dieser  Welt uns befriedigen kann, ist die beste Erklärung dafür, dass wir für eine andere Welt gemacht wurden.“ Lassen wir unseren inneren Menschen nach Gottes Plan und durch Gottes Kraft verändern und erneuern!

Gottes Segen

Rod

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