Tägliche Andachten

Licht für deinen Tag – Tägliche Andachten

5. Juni 2020 – Thema: Gottes Vergebung weitergeben

Text:  Eph. 4,32 – „Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus.“

Guten Morgen liebe Gemeinde,

Immer wieder erfahre ich in persönlichen Gesprächen, wie schwer wir uns mit dem Thema Vergebung und Versöhnung tun. Wir Menschen sind nicht immer einfach, oder?! Jesus hatte viel dazu zu sagen. Sogar vom Kreuz betete Er: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ C.S. Lewis hat gesagt: „Vergebung ist eine fantastische Idee, bis man jemanden hat, dem man vergeben muss“ – sei es in der Ehe, oder der Familie, oder der Gemeinde, oder im Geschäft, oder im Freundeskreis. Vergebung kostet mich was! Aber: es kostet viel mehr nicht zu vergeben. Unversöhnlichkeit und Spannungen in Beziehungen sind eine schwere Last zu tragen und nehmen uns die Lebensfreude weg.   

Vergebung bedeutet, dass kein Hass oder Rachegefühle mehr da ist. Das bedeutet: Ich gebe dem Herrn die ganze Angelegenheit und habe Frieden im Herzen, weil ich erkannt habe, dass Vergebung gewährt – nicht verdient wird. Vergebung ist immer möglich, wenn ich Jesus kenne und auf Ihn höre. Vergebung ist eine Entscheidung und ist keine Reflexhandlung. Wie geht das?   

Nach Eph. 4,32 (oben) ist die Basis einer Bereitschaft zur Vergebung die, dass ich erkannt habe, wie Gott mir vergeben hat. Wem Gott so großzügig begegnet, der darf seinerseits nicht kleinlich sein! Wenn Gott uns mit Seiner Güte überschüttet hat, dürfen wir nicht als mürrische Schurken herumlaufen. Es wäre Arroganz und Frechheit, Gottes Gnade, die wir so reichlich und so oft empfangen haben, nicht weiterzugeben.

Das ist die Hauptlektion von dem Gleichnis vom unbarmherzigen Knecht in Mt. 18,23-35.  In V. 35 sagte der Herr Jesus:  „So wird auch mein himmlischer Vater euch behandeln, wenn ihr nicht jeder seinem Bruder von Herzen seine Verfehlungen vergebt.“ Was Gott will und wohl erwartet in diesem Gleichnis, ist nicht die Bezahlung einer Summe von Geld, sondern die Bereitschaft, Vergebung weiterzugeben. Sonst gibt es ernsthafte Konsequenzen! Als der Herr Jesus über das Gebet gelehrt hat, sagte Er: „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir denen vergeben haben, die an uns schuldig geworden sind…Wenn ihr euch aber weigert, anderen zu vergeben, wird euer Vater euch auch nicht vergeben“ (Mt. 6,12.15).   

Wie oft vergibt Gott uns? Es gibt dafür keine Obergrenze, wie das Gespräch zwischen Jesus und Petrus vermittelt: „Dann kam Petrus zu ihm und fragte: Herr, wie oft soll ich jemandem vergeben, der mir unrecht tut? Sieben Mal? Nein!, antwortete Jesus, siebzigmal sieben Mal!“ (Mt. 18,22)  Heb. 10,17 erklärt uns, wie unermesslich groß Gottes Vergebung ist: „Und ich werde nie wieder an ihr Unrecht und ihre Sünden denken“. Gott ist nicht vergesslich; Er hat sich entschieden, nie mehr an unsere Sünde zu denken, wenn wir sie ihm bekennen. Sie sind weg! Und übrigens sie sollten dann auch bei uns weg sein.

Es gibt auch zwei geographische Illustrationen der Breite und der Tiefe der göttlichen Vergebung: (1) „So fern der Osten ist vom Westen, hat er unsere Übertretungen von uns entfernt“ (Ps. 103,12) und (2) „Ja, du wirst alle ihre Sünden in die Tiefe des Meeres werfen!“ (Mi. 7,19) Die Idee hier ist, dass diese Entfernungen einfach unmessbar sind. Was für eine Gnade ist die Gnade Gottes in Jesus Christus! Diese Gnade wollen wir weitergeben, damit Heilung bei uns, bei anderen, und in unseren Beziehungen miteinander geschehen kann. 

Mit herzlichen Segenswünschen,

Rod

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