Tägliche Andachten

Licht für deinen Tag – Tägliche Andachten

15. Juni 2020 – Thema: Eine Lektion von der Landwirtschaft

Bibeltext:  Psalm 126,5-6 „Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten.  Wer weinend hingeht und den Samen zur Aussaat trägt, der kommt gewiss mit Freuden zurück und bringt seine Garben.

Guten Morgen liebe Gemeinde,

Die heutigen zwei Verse aus Psalm 126 haben einiges in sich. Bitte lest den ganzen Psalm. 😀 Erstens ist es wichtig den geschichtlichen Hintergrund zu wissen. In diesem Psalm geht es um die Zurückführung der Juden nach Jerusalem aus ihrer Gefangenschaft aus Babylon. Als sie in Jerusalem angekommen waren, erschien ihnen alles wie ein Traum! Sie haben lange geweint und lange warten müssen, aber dann wurden ihre Tränen in Jubel verwandelt (V. 1-3). Aber bis es so weit gekommen war, lag das Land lag jahrelang brach und es forderte eine lange und harte Arbeit, um zu einer guten Ernte zu kommen. Es waren noch viele von ihren Landsleuten in der Gefangenschaft in Babylon geblieben. Wenn alles in Israel wieder besser aussehen würde, würden sich wohl mehr Leute auf dem Weg dahin machen (V. 4).

Es war den Hebräern ein ernstes Anliegen, ihre Stadt und ihr Land wieder aufzubauen. Sie haben geweint aber sie hatten ein Gottesvertrauen, das ihnen Mut gemacht hat, weiter zu machen. Sie hatten eine geduldige Ausdauer unter sehr schwierigen Umständen (V. 5-6).

Sehen wir hier eine Lektion für uns? Geduld ist eine verlorengegangene Tugend. Wir sind es gewohnt, schnelle Ergebnisse zu sehen und wir erwarten es auch. Geduld und Ausdauer brauchen wir aber, um Gottes Segen zu erfahren. Menschen im Alten Testament wie Hiob, Josef  und David erinnern uns daran, dass man oft lange warten muss, bis Gottes Segen sichtbar ist.  Sie haben ein Herzensanliegen gehabt, Gott in ihrem Leben zu gefallen, aber sie haben lange warten müssen, bis ihre Tränen in Jubel verwandelt wurden. 

Gottes Wege sind nicht unsere Wege und Seine Gedanken sind nicht unsere Gedanken. Wir wünschen uns schnelle Lösungen und sofortige Antworten auf unsere Gebete. Das Bild hier kommt aber aus der Welt der Landwirtschaft. Der Bauer muss hart arbeiten und lange warten, bis seine Ernte kommt. Das Bild vom Säen und Ernten kommt oft in der Bibel vor. 

Bestimmt befinden sich einige von euch in einer schweren Lage momentan in eurem Leben, wo ihr noch kein Licht am Ende des Tunnels seht. Gott gibt uns oft die Verheißung, die wir hier finden: „Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten.“ In Gal. 6,9 heißt es: „Lasst uns aber im Gutestun nicht müde werden! Denn zur bestimmten Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten.“ In Pred. 11,1 lesen wir: „Wirf dein Brot hin auf die Wasserfläche! – denn du wirst es nach vielen Tagen wieder finden!“ Paulus schrieb in Röm. 8,28: „Wir wissen, dass für die, die Gott lieben und nach seinem Willen zu ihm gehören, alles zum Guten führt.“ Wir brauchen ein geduldiges Vertrauen auf Gott, dass Er zu Seiner Zeit alles zu einem guten Ende führen wird. „Geduld aber habt ihr nötig, auf dass ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt“ (Heb. 10,36). Er ist am Werk, auch wenn wir es nicht sehen können. Vertraue Ihm. Er hat dich nicht vergessen, auch wenn es dunkel ist.

Der Herr Jesus hat auch das Bild vom Säemann und von der Saat in Seinen Gleichnissen in Mt. 13 gebraucht. Da ist es ein Bild davon, dass man das Wort Gottes weitergibt und dass es irgendwann eine Ernte von Menschen gibt, die an den Herrn glauben werden. Das kann auch lange dauern, aber es lohnt sich, nicht aufzugeben und nicht müde zu werden, damit Menschen zum Glauben an den Herrn Jesus kommen.

Schaue, ob du heute ein Wort vom Herrn ausstreuen kannst!

Rod

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