Tägliche Andachten

Licht für deinen Tag – Tägliche Andachten

22. Juni 2020 – Thema:  Gottes Geheimnisse und Gottvertrauen

Guten Morgen liebe Gemeinde,

Wir starten in die neue Woche mit einem heftigen Thema – mal wieder! In Gesprächen mit Menschen höre ich oft, wie wir alle mit Gottes Souveränität und Transzendenz ringen. Wir wollen wissen, warum so viele böse Dinge in dieser Welt geschehen, und warum es hier und da nicht anders sein könnte, so wie wir es uns vorstellen würden. Wir forschen und reflektieren, aber es bleiben sehr viele unbeantwortete Fragen, die uns quälen und unser Vertrauen prüfen. Es ist wichtig, einige grundlegende Wahrheiten zu erkennen und zu akzeptieren, sonst scheitern wir an unsere Neugier und an unseren unbeantworteten Fragen. 

Wir müssen erkennen, dass wir nur Menschen und Geschöpfe Gottes sind; wir sind nicht an der Position Gottes, um von Angesicht zu Angesicht mit Ihm zu diskutieren. Schauen wir uns einige Bibelstellen an, um unser Verhältnis zu Gott ins richtige Licht zu rücken. Lesen wir erstens Ps. 9,21:  „Lege Furcht auf sie, HERR! Mögen die Nationen erkennen, dass sie Menschen sind!“  Es ist wichtig zu erkennen, mit wem wir es zu tun haben! Wir sind wie kleine Ameisen in Gottes großem Universum, aber wir wollen Ihm sagen, was Er hätte besser machen können! Es fehlt uns oft die Ehrfurcht Gottes und eine Demut vor Ihm.

Zweitens: Lesen wir Spr. 25,2:  „Es ist Gottes Ehre, eine Sache zu verbergen, aber die Ehre der Könige, eine Sache zu erforschen.“ Oswald Chambers hat zu diesem Vers geschrieben: „Moralischer, intellektueller oder geistlicher Irrsinn sind die Folge, wenn wir die Barrieren niederreißen, die Gott aufgerichtet hat, bevor wir geistlich reif sind für seine Offenbarungen. Die Menschen versuchen, sich durch diese oder jene Tür schneller Einlass zu verschaffen. Die Barrieren wurden von einem heiligen Gott errichtet, und er hat klar und deutlich gesagt:  ‚Nicht auf diese Weise!‘  Gebe Gott, dass wir seine Geheimnisse und dunklen Wolken akzeptieren! Mögen wir durch gehorsames Vertrauen zu seinen innersten Geheimnissen geführt werden.“ Diese Worte erinnern an Ps. 25,14:  „Das Geheimnis des HERRN ist für die, welche ihn fürchten, und seinen Bund lässt er sie erkennen.“ Wir wachsen in der Erkenntnis Gottes durch die Ehrfurcht Gottes und durch Gehorsam. Es ist die Ehre des Königs (und der Kinder Gottes, weil wir Königskinder sind!) Sachen zu erforschen. Das ist in Ordnung so. Aber irgendwann müssen wir erkennen, dass es nicht weiter gehen kann, und dass Gott uns nicht immer in Seine Karten schauen lässt. Er hat uns nie gesagt, dass wir alles verstehen werden; Er hat uns aber gesagt, dass wir Ihm vertrauen sollten.   

Zum Schluss lesen wir 5.Mose 29,29:  „Was verborgen ist, das steht bei dem HERRN, unserem Gott; was aber geoffenbart ist, das ist ewiglich für uns und unsere Kinder bestimmt, damit wir alle Worte dieses Gesetzes tun.“  Ihr Lieben, es bleiben einige Dinge verborgen, die wir nie verstehen werden.  Vielleicht werden wir unsere Fragen im Himmel beantwortet bekommen; oder vielleicht (viel eher) werden uns unsere Fragen nicht mehr so wichtig sein, wenn wir dem Herrn begegnen. Wenn wir Gottes Hand nicht verstehen, ist es wichtig Seinem Herz zu vertrauen – wie Er ist und was Er mit uns vorhat. Dann können wir viel eher das, was uns geoffenbart ist, annehmen und diesem gütigen Herrn im Vertrauen nachfolgen.

Der Herr Jesus sagte den Jüngern, als Er ihnen die Füße gewaschen hat:  „Du verstehst jetzt nicht, warum ich das tue; eines Tages wirst du es verstehen“ (Joh. 13,7). Einiges braucht eine Zeit zu verstehen; und einiges wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben, weil wir nur Menschen sind.  Aber wir dürfen felsenfest wissen, dass wir unserem Herrn vertrauen können, auch wenn wir einiges nicht verstehen können. Er ist der gute Hirte und Er führt uns an ein gutes Ziel. Folgen wir Ihm nach, egal was kommen mag! 

Mit herzlichen Segenswünschen,

Rod

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