Tägliche Andachten

Licht für deinen Tag – Tägliche Andachten

23. Juni 2020 – Thema: Frieden mit Gott und mit unseren Mitmenschen

Bibeltext: Spr. 19,3 „Die Narrheit des Menschen führt ihn in die Irre, aber auf den HERRN ist sein Herz wütend.

Guten Morgen liebe Gemeinde,

Wahrscheinlich haben wir alle im Gespräch mit Menschen die Erfahrung gemacht, dass unser Gesprächspartner sich einen Sündenbock sucht, um die Schuld von sich abzulenken. Wenn wir ehrlich sind, haben wir das auch selber versucht. 

Das ist eine uralte Taktik, die Adam und Eva nach ihrem Ungehorsam dem Herrn gegenüber im Garten Eden angewendet haben. Adam sagte, dass die Frau schuld war; Eva sagte, dass die Schlange schuld war (1.Mo. 3,12-13).  Beide wollten ihre eigene Schuld nicht zugeben und ihr Versuch, ihre Sünde zu rechtfertigen, war ein hinterlistiger Angriff gegen den Herrn selbst. Er hat doch die Frau und die Schlange gemacht und sie in den Garten eingesetzt! 

Das Volk Israel hat das gleiche Spielchen mit Gott gemacht und wollte Ihn anklagen, dass Er Unrecht mit ihnen gemacht hat. In Hes. 18,25 lesen wir Gottes Antwort an das Volk: „Und doch sagt ihr: Was der Herr tut, ist ungerecht! Hör mir zu, Volk der Israeliten! Ist es wirklich ungerecht, was ich tue? Ist es nicht eher ungerecht, was ihr tut?“ 

Wir finden vier Stellen in den Sprüchen, die dieses Problem bei uns Menschen ansprechen. „Der Weg des Narren erscheint in seinen eigenen Augen recht, der Weise aber hört auf Rat.“ (Spr. 12,15) 

„Da ist ein Weg, der einem Menschen gerade erscheint, aber zuletzt sind es Wege des Todes.“  (Spr. 14,12)

„Alle Wege des Menschen sind rein in seinen Augen, aber der HERR prüft die Geister.“ (Spr. 16,2)

„ Jeder Weg eines Menschen ist recht in seinen Augen, aber der HERR prüft die Herzen.“ (Spr. 21,2)

Wir könnten vermuten, dass wir Menschen ein Problem mit Sturheit und Hochmut haben!

Im Alten Testament wollte König Saul sich ganz rein darstellen, als der Prophet Samuel ihn zur Rede gestellt hat (1.Sam. 15). Ganz anders war es bei David, als der Prophet Nathan ihn mit seiner Sünde mit Batseba konfrontiert hat (2.Sam. 12).  Er hat seine Sünde sofort erkannt und bekannt und hat vom Herzen Buße getan.

In Jak. 3,17 beschreibt Jakobus die Weisheit, die von Gott kommt: „Die Weisheit aber von oben her ist zuerst lauter, dann friedfertig, gütig, lässt sich etwas sagen…“  Wie schnell bist du, deine Sünde gegen Gott oder gegen deinen Mitmenschen zu erkennen, zu bekennen und in Ordnung zu bringen? Tust du dich schwer, dich bei anderen zu entschuldigen, wenn du etwas getan oder gesagt hast, was nicht in Ordnung war? Gott nannte David, einen Mann nach Seinem Herzen, nicht weil er frei von Sünde war, sondern weil er schnell war, seine Sünde einzusehen und sie zu bekennen.  Weiter in Jak. 4,6 heißt es: „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade.“ Wir brauchen Gottes Gnade!

Wir brauchen nicht anderen die Schuld zu geben oder zornig auf Gott zu sein, weil Er uns so gemacht oder weil Er eine gewisse Situation erlaubt hat, wo wir versagt haben. Viel besser ist es, zuzugeben, dass wir gesündigt haben und um Vergebung zu bitten, wie der Herr versprochen hat: „Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit“ (1.Joh. 1,9). Das ist der Weg, um Frieden mit Gott und mit unseren Mitmenschen zu haben. Es ist viel besser so!

Mit herzlichen Segenswünschen

Rod

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