Tägliche Andachten

Licht für deinen Tag – Tägliche Andachten

29. Juni 2020 – Thema: Eine unerschütterliche Zufriedenheit

Bibeltext:  Phil. 4,11-13 – „Ich habe nämlich gelernt, mit der Lage zufrieden zu sein, in der ich mich befinde.  Denn ich verstehe mich aufs Armsein, ich verstehe mich aber auch aufs Reichsein; ich bin mit allem und jedem vertraut, sowohl satt zu sein als auch zu hungern, sowohl Überfluss zu haben als auch Mangel zu leiden.  Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus.“

Guten Morgen liebe Gemeinde,

An diesem Montagmorgen wollen wir uns fragen, wo wir unsere Zufriedenheit wirklich her bekommen? Es gibt so viele Dinge in unserer Welt, die uns Freude, Spaß und Zufriedenheit versprechen. Inwiefern können sie uns das alles bringen? 

Paulus war ein selbstsicherer, aktiver Mensch, aber der Herr hat ihn recht oft für eine längere Zeit in ein Gefängnis gesetzt. Dadurch haben wir einige Briefe von ihm im Neuen Testament, und der Philipperbrief ist ein Beispiel davon. Es fällt uns allen nicht leicht, stillgelegt zu werden und das zu verlieren, was uns Zufriedenheit im Leben bringt.

Paulus sagt uns in unserem Text heute, dass er etwas „gelernt“ hat – nämlich mit seiner Lage zufrieden zu sein, wo immer er war und was immer das war. Das Wort für „zufrieden“ kann wohl auch so verstanden werden:  „unabhängig von Umständen, Gegebenheiten oder Umgebung; in sich selbst genügend.“ Diese Erkenntnis hat er nicht immer gehabt. Es war bestimmt ein innerlicher Kampf, um zu dieser Überzeugung zu kommen. 

Durch seine Erfahrungen aber zeigt er uns, dass er danach gelebt hat.  Wahrscheinlich hat er irgendeine körperliche Krankheit oder Behinderung („einen Dorn im Fleisch“) bekommen, so dass er in 2.Kor. 12,9 den Herrn dreimal gebeten hat, sie ihm zu nehmen. Der Herr hat ihm aber so geantwortet: „Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung. Sehr gerne will ich mich nun vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohne.“ Als er und Silas in Philippi ins Gefängnis geworfen und ausgepeitscht wurden, sangen sie zusammen um Mitternacht Loblieder zu Gott.

Unabhängig von allen Umständen, Gegebenheiten oder von seiner Umgebung hat er gelernt, dass die Quelle für seine Zufriedenheit Jesus war.  Er hat vieles erlebt und gelitten für den Herrn (eine detaillierte Liste finden wir in 2.Kor. 11,23-28). Gerade durch diese Erfahrungen hat er gelernt, dass die Umstände in unserem Leben nicht konstant sind.  Deswegen ist es unweise, unsere Zufriedenheit von solchen instabilen Dingen zu bekommen.  Nur eins kann beständig und unveränderlich sein:  das ist unsere Beziehung zum Herrn.  „In Christus“ zu sein – immer und überall.  Wir wollen es lernen, wie Paulus es gelernt hat, abhängig von Christus zu sein – nicht von unseren Umständen. Wir können unsere Gesundheit, unsere Familie, unsere Arbeit, unsere Mobilität, unser Augenlicht oder unser Gehör verlieren, aber wir werden Jesus nicht verlieren.  In Ihm haben wir eine unerschütterliche Zufriedenheit! 

Deswegen ist es so wichtig, uns die Zeit zu nehmen, Ihn besser und besser kennenzulernen, damit wir Ihm mehr und mehr vertrauen können. Paulus schreibt hier und auch in Phil. 3,7-8, dass das höchste Gut für ihn seine Beziehung zu Jesus war:  „Früher hielt ich all diese Dinge für außerordentlich wichtig, aber jetzt betrachte ich sie als wertlos angesichts dessen, was Christus getan hat.  Ja, alles andere erscheint mir wertlos, verglichen mit dem unschätzbaren Gewinn, Jesus Christus, meinen Herrn, zu kennen. Ich habe alles andere verloren und betrachte es als Dreck, damit ich Christus habe.“ 

Mit herzlichen Segenswünschen,

Rod

0 Kommentare

Kommentar hinzufügen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.