Tägliche Andachten

Licht für deinen Tag – Tägliche Andachten

30. Juni 2020 – Thema: Der Ehre geht Demut voran

Text:  Spr. 27,5-6 „Ein offener Tadel ist besser als verborgene Liebe! Wunden, die ein Freund geschlagen hat, sind besser als Küsse von einem Feind.“

Guten Morgen liebe Gemeinde,

Heute betrachten wir noch einen Text in den Sprüchen, wo zwei Wege miteinander verglichen werden. Der bessere Weg ist nicht immer von Anfang an sehr erfreulich, aber am Ende sieht man, dass es gut war, diesen Weg zu gehen. Heute stellen wir uns diese Frage: Inwiefern sind wir bereit, Ermahnung oder Korrektur anzunehmen? Es fällt uns alle schwer, zuzugeben, dass wir falsch gehandelt haben. Wir möchten immer gut dastehen; aber so lernen wir nicht und kommen nie zu einer Veränderung unseres Wesens. Wir brauchen die einsichtsvolle, liebevolle Ermahnung von anderen, um reifer zu werden und um in unserem Charakter zu wachsen. „Jede Züchtigung scheint uns freilich für den Augenblick nicht erfreulich, sondern betrübend zu sein; hinterher aber lässt sie denen, die sich durch sie haben üben lassen, die friedvolle Frucht der Gerechtigkeit erwachsen“ (Heb. 12,11). 

Es gibt einige Beispiele in der Bibel, wo Leute bereit waren, eine Ermahnung anzunehmen. Erstens denke ich an den Propheten Nathan, der bereit war, den König David in Bezug auf seine Sünde mit Batseba zu konfrontieren (2.Sam. 12). Nathan hatte den Mut, David zu helfen, sich mit seiner Sünde auseinanderzusetzen, wo er sie bis dahin zugedeckt hatte.  Dadurch hat er David geholfen, sein Leben wieder in Ordnung mit Gott zu bringen. Er wusste nicht, wie David reagieren würde; aber er war bereit, ein Wort für Gott einzulegen. 

Ein weiteres Beispiel ist die Geschichte von Naaman in 2.Kön. 5. Er war ein Heerführer des Königs von Aram und aussätzig. Er hatte gehört, dass der Gott Israels ihn heilen könnte. Er ging hin und kam zu dem Propheten Elisa. Aber Elisa sprach nicht persönlich mit ihm, sondern er schickte einen Diener zu ihm, um ihm Anweisungen von Gott zu geben, wie er geheilt werden könnte. Er sollte sich siebenmal im Wasser des Jordan untertauchen, und dann würde er geheilt werden. Naaman reagierte im Zorn und war beleidigt, dass der Prophet nicht persönlich mit ihm gesprochen hatte. Er ging weg und schimpfte, dass sein Land bessere Flüsse hatte, als die in Israel. Aber dann sprachen seine Diener mit ihm und sagten (V. 13):  „Mein Vater, hätte der Prophet eine große Sache zu dir geredet, hättest du es nicht getan? Wie viel mehr, da er nur zu dir gesagt hat: Bade, und du wirst rein sein!“ Naaman ließ sich umstimmen und fuhr an den Jordan hinunter, wie der Bote Gottes es befohlen hatte, war gehorsam und – wurde gesund!  Es ist gut, solche Leute zu haben, die den Mut haben, uns etwas zu sagen, das wir unbedingt hören sollten.

Die letzte Illustration von diesem Prinzip steht in 2. Mo. 18, wo Mose zu seinem Schwiegervater kam und der Schwiegervater sah, wie Mose schuftete, um das Volk Israel alleine zu leiten. Er sagte dem Mose, dass er sich aufreibt und dass er tüchtige Männer einstellen sollte, um ihm mit den vielen Aufgaben zu helfen. Das nennen wir Delegierung, aber man muss darauf kommen, sonst ist man schnell überfordert. Das war ein guter Rat.

Wir müssen uns immer wieder fragen, ob wir Ohren haben, die hören, wenn jemand uns ein Wort der Korrektur gibt. Wir sollten auch bereit sein, solche Menschen zu sein, die mit anderen reden und ihnen helfen, ihre Fehler und Sünden zu erkennen. Dazu brauchen wir Demut und Geduld.  In den Sprüchen lesen wir viel zu diesem Thema. Wir wollen solche Freunde sein, die gute Ratschläge geben; und wir wollen auf solche gute Freunde hören und ihren guten Rat demütig annehmen. Wie ist das bei dir und mir?

Mit herzlichen Segenswünschen

Rod

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