Tägliche Andachten

Licht für deinen Tag – Tägliche Andachten

1.Juli 2020 – Thema: Gottes Einladung zum Gebet

Text:  1.Joh. 5,14 „Und wir dürfen zuversichtlich sein, dass er uns erhört, wenn wir ihn um etwas bitten, das seinem Willen entspricht.“

Guten Morgen liebe Gemeinde,

Es ist mir erstaunlich, zu denken, dass der Herr, der Himmel und Erde gemacht hat, uns bittet, im Gebet zu Ihm zu kommen, damit wir Gemeinschaft miteinander haben dürfen. Dann ist es auch entsetzlich zu erkennen, dass wir diese Gelegenheit so selten nutzen, weil wir so beschäftigt, ichbezogen und abgelenkt sind.   

Gott verspricht uns, dass Er uns hört und erhört, wenn wir etwas nach Seinem Willen im Gebet bitten. Das ist eine klare Voraussetzung oder Einschränkung; aber immerhin ist es eine große offene Tür. Sogar in Mk. 11,24 hat der Herr Jesus versprochen:  „Alles, was ihr im Gebet erbittet – glaubt, dass ihr es bekommen habt, und ihr werdet es erhalten.“  Sehen wir die enge Verbindung zwischen dem Glauben und dem Gebet? Der Glaube vertraut Gott in Bereichen, die man noch nicht sieht, aber wo man die Zuversicht hat, dass Gott treu ist und uns erhört. Anderswo hat Jesus gesagt: „Euch geschehe nach eurem Glauben“ (Mt. 9,29).  Oft nachdem Er jemand geheilt hat, sagte Er ihnen:  „Dein Glaube hat dich geheilt.“

In der Bergpredigt lesen wir: „Bittet, und es wird euch gegeben; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch geöffnet. Denn jeder, der bittet, empfängt, und wer sucht, findet, und wer anklopft, dem wird geöffnet“ (Mt.7,7-8). Wenn das so ist, warum beten wir nicht? Es sind wohl so viele Segnungen und offene Türen, die der Herr uns schenken möchte, aber wir bitten nicht darum und vertrauen Ihm nicht, dass Er etwas tun will. 

Es scheint, als ob es immer so war. Als der Herr Jesus mit den Jüngern gesprochen hat, hat Er sie auch getadelt und zum Beten ermutigt:  „Bisher habt ihr nichts in meinem Namen erbeten. Bittet, und ihr werdet empfangen; dann wird eure Freude vollkommen sein“ (Joh. 16,24). Wir verpassen viel Segen und viel Freude, weil wir so kärglich mit unseren Gebeten sind. Klar, es gilt immer noch die Bedingung, dass wir nach Seinem Willen bitten müssten, aber die Tür ist trotzdem weit, weit offen für uns im Gebet zum Herrn zu kommen.

Kann es sein, dass wir Gottes Willen nicht erkennen oder uns nicht wirklich Gedanken darüber gemacht, was Er in unserem Leben und in unserem Umfeld machen will? Oder kann es sein, dass wir uns noch nicht mit Seinem Willen identifizieren, und dass wir noch nicht eins mit unserem himmlischen Vater in diesen Dingen sind? Haben wir kein Auge dafür?  Oder liegt es einfach an unserer Gebetslosigkeit?   

In Ps. 37,4 heißt es:  „Freu dich am Herrn, und er wird dir geben, was dein Herz wünscht.“ D.h., wenn unser Wille und unser Herzen so vereint mit dem Willen und dem Herzen des Herrn sind, dann kann Er uns alles geben, was wir wünschen, weil das, was wir wünschen, das ist, was Er auch will.  Dann sind wir so verbunden mit Ihm in einer engen Gemeinschaft, dass wir genau wissen, wofür wir beten sollen. Das bedeutet nicht, dass alles sofort in Erfüllung geht. Gottes Timing ist nicht unser Timing. Aber wir dürfen wissen, dass Gott am Werk ist und dass Er es richtig macht. Das bringt große Freude und einen großen Frieden.

Wenn wir Ihn mehr und mehr durch Gehorsamsschritte und durch Jahre der Nachfolge kennenlernen, dann lernen wir mehr und mehr, wie wir beten sollten. Das will gelernt werden, aber irgendwann müssen wir beginnen! Folgen wir Gottes Einladung zum Gebet! 

Mit herzlichen Segenswünschen

Rod

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