Tägliche Andachten

Licht für deinen Tag – Tägliche Andachten

2. Juli 2020 – Thema:  Selbstbetrug ist gefährlich

Text:  Off. 3,14-22

Guten Morgen liebe Gemeinde,

Bitte nehmt die Zeit, um den Text zu lesen. Hier haben wir ein strenges Wort vom Herrn an diese Gemeinde, aber auch eine weitreichende Verheißung an sie. Zunächst aber müssen wir einiges über diese Stadt wissen, um die Botschaft an diese Gemeinde zu verstehen.

Laodizea war eine reiche, kommerzielle Stadt und ein Knotenpunkt in der antiken Welt. Aber die Stadt hatte kein frisches Wasser; im Gegenteil: sie war bekannt für ihr schlechtes Wasser. Sie musste ihr Wasser von zwei verschiedenen Quellen durch Rohre in die Stadt leiten. Sie bekam warmes Wasser von Hierapolis im Norden und kaltes Wasser von Kolossä im Südosten. Man braucht warmes Wasser zum Waschen, und man freut sich über kaltes, erfrischendes Wasser zum Trinken. Das Problem war aber, dass das Wasser sich aufwärmte, wenn es über die Entfernung aus diesen zwei Städten durch die Rohre geleitet wurde. Außerdem waren die Wasserrohre nicht so sauber und hygienisch, so dass das Wasser gekocht werden musste, um es trinken zu können. Aber Wasser, das abgekocht wird, schmeckt nicht. Deswegen war die Stadt für ihre schlechte Wasserqualität bekannt.

Der Herr sagt zu der Gemeinde in Laodizea in V. 15-16: „Ich weiß alles, was du tust und dass du weder heiß noch kalt bist. Ich wünschte, du wärest entweder das eine oder das andere! Aber da du wie lauwarmes Wasser bist, werde ich dich aus meinem Mund ausspucken!“ Sowohl warmes Wasser als auch kaltes Wasser ist gut, aber lauwarmes Wasser ist fürchterlich! Die Gemeinde hatte kein Zeugnis, kein Ziel, keinen Nutzen mehr.  Sie war dem Herrn widerlich und Er wollte sie ausspucken. 

Sie meinte aber, dass alles in Ordnung wäre und dass sie eine super Gemeinde sei. Sie hatte sich daran gewöhnt, lauwarm und leblos zu sein. Sie hatte sich selber in die Tasche gelogen und meinten, dass sie reich, erfolgreich und stark wäre. Der Herr beschreibt ihren Zustand aber anders: „Du sagst: »Ich bin reich. Ich habe alles, was ich will. Ich brauche nichts!« Und du merkst nicht, dass du erbärmlich und bemitleidenswert und arm und blind und nackt bist“ (V. 17). Ihre geistliche Not war viel größer, als sie es verstand. Sie war weit weg vom Herrn gekommen und hat es nicht gemerkt. Selbstbetrug ist gefährlich. Wir gewöhnen uns an unseren Zustand, bis jemand uns wach rüttelt. 

Der Herr lädt sie ein, zu Ihm zu kommen, Buße zu tun und von Ihm das zu bekommen, was sie brauchen, damit sie wieder in einer engen Gemeinschaft miteinander leben können. Es war so weit, dass Er bildlich außerhalb der Gemeinde stand und an ihre Tür klopfte, um wieder in ihre Mitte zu kommen und Gemeinschaft mit ihnen zu haben. In V. 18 geht es nicht darum, dass man Gottes Segen kaufen kann, sondern dass man das Nötige bei Jesus allein findet. Er hat zu ihnen in einer Sprache gesprochen, die sie verstehen konnten. Sie waren Kaufleute, aber Jesus war nicht mehr im Mittelpunkt ihres Lebens. „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand mich rufen hört und die Tür öffnet, werde ich eintreten, und wir werden miteinander essen“ (V. 20).

Sie war voll von sich selbst und hatte keinen Platz mehr für Jesus in ihrem Leben – und sie war dabei total selbstzufrieden! Das kann uns allen geschehen. Wir überwinden allein in Jesus und dürfen in enger Gemeinschaft mit Ihm sein (V. 21). Was will Jesus uns sagen?

Mit herzlichen Segenswünschen

Rod

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