Tägliche Andachten

Licht für deinen Tag – Tägliche Andachten

8. Juli 2020 – Thema: Lass dich nicht ablenken!

Text:  1 Joh. 2,15-17 – „Liebt nicht die Welt noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt liebt, ist die Liebe des Vaters nicht in ihm; 16 denn alles, was in der Welt ist, die Begierde des Fleisches und die Begierde der Augen und der Hochmut des Lebens, ist nicht vom Vater, sondern ist von der Welt. 17 Und die Welt vergeht und ihre Begierde; wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit.“

Guten Morgen liebe Gemeinde,

Gestern Morgen habe ich diesen Bibeltext mit Calvin gelesen und ich wusste sofort, dass er mein Thema für die nächste Andacht sein würde! Der Apostel Johannes gibt uns hier zwei Paar Gegensätze, die kaum stärker sein könnten. Diese Gegensätze können wir in Fragen zusammenfassen:  (1)  Liebe ich die Welt oder liebe ich Gott? (V. 15) und (2) Lebe ich für das, was vergänglich ist, oder lebe ich für das, was ewig ist? (V. 17) Alle Nachfolger Jesu werden dauernd abgelenkt und versucht, weg vom Herrn zu kommen; und müssen sich ständig in Bezug auf die Ausrichtung ihres Lebens entscheiden.  

Die Verlockungen, die uns jeden Tag belagern, haben Eva im Garten Eden und auch Jesus in Seiner Versuchung bedrängt. Wir sind nicht allein! Bei Eva lesen wir in 1.Mose 3,6:  „Und die Frau sah, dass der Baum gut zur Speise war“ (das ist „die Begierde des Fleisches“); „und dass er eine Lust für die Augen war“ (das ist „die Begierde der Augen“); „und dass der Baum begehrenswert war, Einsicht zu geben“ (das ist „der Hochmut des Lebens“). 

Bei der Versuchung des Herrn Jesus lesen wir in Mt. 4, dass Er 40 Tage und 40 Nächte gefastet hatte, und der Teufel trat an Ihn heran und sagte:  „Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich, dass diese Steine Brote werden!“ (das ist „die Begierde des Fleisches“).  „Als Nächstes nahm ihn der Teufel mit auf den Gipfel eines hohen Berges und zeigte ihm alle Länder der Welt mit ihren Reichtümern“ (das ist „die Begierde der Augen“).  „Darauf nahm ihn der Teufel mit nach Jerusalem, auf den höchsten Punkt der Tempelmauer.  Dort sagte er: Wenn du der Sohn Gottes bist, dann spring hinunter! Denn die Schrift sagt: Er befiehlt seinen Engeln, dich zu beschützen. Sie werden dich auf ihren Händen tragen, damit deine Füße niemals stolpern“  (das ist „der Hochmut des Lebens“). 

Wir werden versucht in diesen drei Bereichen, den Weg des Herrn zu verlassen, um etwas zu erfahren (schmecken, genießen), oder um etwas zu haben (Besitz), oder um etwas zu sein (Stolz).  Eine moderne Übersetzung hat diese drei Verführungen in 1.Joh. 2,16 wie folgt übersetzt:  „die Sucht nach körperlichem Genuss, gierige Augen und ein unverschämter Geltungsdrang.“  Aber diese drei Dinge sind „nicht vom Vater, sondern von der Welt;“ und wenn wir unser Leben nach diesen Dingen ausrichten, lieben wir die Welt und nicht den Vater. Das muss uns ganz klar sein. 

In Mt. 6,24 hat der Herr Jesus es so formuliert:  „Niemand kann zwei Herren dienen. Immer wird er den einen hassen und den anderen lieben oder dem einen treu ergeben sein und den anderen verabscheuen. Ihr könnt nicht gleichzeitig Gott und dem Geld dienen.“ Wir müssen uns täglich entscheiden, wem wir dienen und wofür wir leben.  Paulus ermutigt uns mit diesen Worten beim Herrn zu bleiben: „Wir richten unseren Blick nämlich nicht auf das, was wir sehen, sondern auf das, was jetzt noch unsichtbar ist. Denn das Sichtbare ist vergänglich, aber das Unsichtbare ist ewig“ (2.Kor. 4,18). Jim Eliot hat seine persönliche Lebensphilosophie wie folgt zusammengefasst:  „Der ist kein Narr, der das aufgibt, was er sowieso nicht behalten kann, um das zu gewinnen, was er nicht verlieren kann.“  Wofür lebst du?  Was sind deine Prioritäten im Leben?  Lass dich nicht vom Ewigen ablenken!

Mit herzlichen Segenswünschen

Rod

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