Tägliche Andachten

Licht für deinen Tag – Tägliche Andachten

25. März 2020

Ich möchte in den nächsten Tage einige Ereignisse im Leben von Elia betrachten.  Zunächst lest den Text 1.Könige 17,1-9.  Morgen werden wir die Geschichte in diesem Kapitel weiterlesen.  

Ein bisschen Hintergrundinformation ist wichtig:  Ahab war der König im Nordreich Israel und er war „böse in den Augen des Herrn, mehr als alle, die vor ihm gewesen waren.“ (1.Kön. 16,30)  Er hat das Volk Israel in Götzendienst geleitet, um Baal anzubeten.  Baal war der Gott des Regens.  Elia hatte den Mut und den Glauben (wohl auf Anweisung Gottes) zu diesem König zu sagen, dass es eine große Dürre geben wird (1.Kön. 17,1).  Dadurch zeigte der Herr Seine Macht über Baal.  Danach nahm der Herr Elia in Schutz und sandte ihn an den Bach Krit östlich vom Jordan.  Dort war er ganz alleine in einer Art „Selbst-Isolation“, doch Got versorgte seinen Propheten – auf eine ganz ungewöhnlich Weise!

Raben sollten ihm täglich etwas zu essen bringen – Brot und Fleisch.  Zunächst: Raben waren unreine Tiere nach dem Gesetz Mose (3.Mose. 11,13-15).  Würdest du gerne das essen, was Raben dir in ihrem Schnabel mitgebracht haben?!  Normalerweise essen sie alles selbst, was sie finden!  

Dann musste Elia auch das erleben, was die ganze Bevölkerung in Israel erlebte – nämlich die Konsequenzen der Dürre.  In V. 7 lesen wir, dass der Bach vertrocknete.  Elia hat das wohl kommen sehen und fragte sich wohl, was er in einigen Tagen machen würde, wenn der Bach ganz ausgetrocknet wäre.  Er war der Prophet Gottes und musste trotzdem mitleiden.  Hatte der Herr ihn vergessen oder in eine Sackgasse geführt?

Dann führte der Herr ihn zu einer heidnischen Witwe außerhalb von Israel in Sidon, was Phönizien gehörte.  Sie sollte ihn versorgen (V. 8-9), obwohl Witwen in einer Dürrezeit sehr wenig haben würden!  Morgen lesen wir mehr davon, aber das war eine recht demütigende Sache – zu einer armen Witwe zu gehen und Brot von ihr bekommen zu müssen.

Was kann dies alles für uns bedeuten?  Hier sehen wir zwei Dinge in Gottes Ausbildungsprogramm für Elia.  Der Herr führte ihn durch zwei sehr ungewöhnliche Dinge, so dass er Gehorsam lernen und gleichzeitig Gottes große Treue sehen konnte.  Der Herr hat ihn nicht im Stich gelassen! Der Herr hat ihn nicht auf falsche Wege geführt!

„Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken“, sagt der Herr, „und meine Wege sind nicht eure Wege. Denn so viel der Himmel höher ist als die Erde, so viel höher stehen meine Wege über euren Wegen und meine Gedanken über euren Gedanken.“  (Jes. 55,8-9)

Der Herr führt uns manchmal auf ungewöhnliche Wege, aber Er hat etwas mit uns vor und Er will uns helfen, im Glauben und in der Erkenntnis seiner selbst zu wachsen, wenn wir auf Ihn hören.  Und nicht nur das — auf dem ganzen Weg ist Er bei uns und Er begleitet uns.  Er sieht uns und geht vor uns her.  Vertrauen wir Ihm und folgen wir Ihm nach!

Gottes Segen wünsche ich euch heute

Rod

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